Cyprus, Nicosia

Astronomen untersuchen das Risiko eines Asteroidenanpralls auf den Mond im Jahr 2032

29.01.2026 / 10:28
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Astronomen beobachten den Asteroiden 2024 YR4 mit einem Durchmesser von etwa 60 Metern genau, der nach aktuellen Berechnungen 2032 mit dem Mond kollidieren könnte. Die Wahrscheinlichkeit für dieses Szenario wird auf etwa 4 % geschätzt.

Wissenschaftler schätzen, dass bei einem Aufprall die freigesetzte Energie mit der Explosion einer thermonuklearen Sprengladung mittlerer Stärke vergleichbar wäre. Die Kollision könnte einen Krater mit einem Durchmesser von etwa einem Kilometer auf der Mondoberfläche erzeugen. Der Moment des Aufpralls wird voraussichtlich mit bloßem Auge aus dem Pazifikraum sichtbar sein.

Die durch den Aufprall erzeugten seismischen Wellen würden den gesamten Mond durchlaufen und wären einem Erdbeben von etwa Magnitude 5,0 gleichzusetzen. Die Wissenschaftler erwarten, dass dies neue Daten über den inneren Aufbau des Mondes, seinen Kern und seine Schichten liefern wird.

Für Beobachtungen sollen moderne Instrumente eingesetzt werden, einschließlich des James-Webb-Weltraumteleskops, das den Abkühlungsprozess des geschmolzenen Materials im Krater verfolgen und einzigartige Daten über Aufprallmechanismen sammeln kann.

Nach dem Aufprall könnten Teile des Mondbodens und Gesteinsfragmente in Richtung Erde geschleudert werden. Experten schätzen, dass bis zu 400 kg Fragmente in die Erdumlaufbahn gelangen könnten, was potenzielle Gefahren für Satellitenkommunikation, Navigation und Internetsysteme darstellt.

Wissenschaftler schließen auch das Risiko von Kettenkollisionen im Orbit nicht aus, was zu einem starken Anstieg von Weltraummüll führen könnte. Gleichzeitig wird in der Erdatmosphäre ein großer Meteorschauer erwartet, der spektakulär, aber ungefährlich sein dürfte.

Raumfahrtagenturen diskutieren bereits Szenarien zur Ablenkung des Asteroiden. Die Entscheidung wird von genaueren Messungen während des nahen Vorbeiflugs des Asteroiden im Jahr 2028 abhängen.

Die Wissenschaftler stehen vor der Wahl: entweder ein seltenes kosmisches Ereignis beobachten, das wertvolle wissenschaftliche Daten liefern könnte, oder Maßnahmen zum Schutz der Erdumlaufinfrastruktur ergreifen.

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