Zitrusexporteure melden schwere Verluste aufgrund von Verzögerungen in den Häfen von Güzelyurt und Famagusta
Die Union der Zitrusexporteure Nordzyperns hat über schwerwiegende Probleme bei den Exportverfahren in den Häfen von Güzelyurt und Famagusta berichtet. Nach Angaben der Organisation arbeitet das für die Abwicklung der Exportvorgänge zuständige landwirtschaftliche Personal ohne ausreichende Überstunden, was Hindernisse für den rechtzeitigen Versand der Produkte schafft.
In einer schriftlichen Erklärung betonte die Union, dass die Beschränkung des Exports auf enge Zeitrahmen zu erheblichen finanziellen Verlusten führt und faktisch ein Hindernis für die Ausfuhr von Produkten ins Ausland darstellt.
Nach Angaben der Organisation blieben vor einigen Tagen im Hafen von Famagusta 20 Lastwagen mit versandfertigen Zitrusfrüchten ohne Abfertigung stehen. Die Fracht stand einen Tag lang im Hafen, während die Schiffe ohne volle Ladung ablegten. Die Union erinnerte daran, dass es zwischen Zypern und der Türkei keine Fahrten „jede Stunde“ wie im Busverkehr gibt, sodass jede Verzögerung zu Lieferunterbrechungen führt.
Die Exporteure behaupten, dass Millionen von Lira in Frachten eingefroren sind, die auf ihre Abfertigung warten, und dass die Regierung keine notwendigen Maßnahmen ergriffen hat – wie etwa die Ausweitung der Überstundenregelung oder die Einstellung von zusätzlichem Personal.
In der Erklärung wird ferner darauf hingewiesen, dass die Branche bereits Anfang 2024 aufgrund der Entdeckung eines sogenannten „Vektorschädlings“ mit ernsthaften Schwierigkeiten konfrontiert war, was den Unternehmen schadete und die Exportvorgänge erschwerte.
Die Union der Exporteure forderte die Behörden auf, die administrativen Hindernisse so schnell wie möglich zu beseitigen und den reibungslosen Betrieb der landwirtschaftlichen Dienste sicherzustellen, um weitere Verluste und den Abbruch der Exportsaison zu verhindern.
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