Elektronische Preisschilder werden die hohen Kosten nicht verhindern: Die Bewohner Nordzyperns bezweifeln die Initiative der Behörden
Vor dem Hintergrund des rasanten Anstiegs der Lebenshaltungskosten und der starken Preisunterschiede zwischen den Geschäften hat die Regierung die Einführung elektronischer Preisschilder zur Diskussion gestellt. Die Behörden erklären, dass die Maßnahme die Preistransparenz erhöhen, den Vergleich von Produkten erleichtern und den Druck auf den Markt verringern soll. Die öffentliche Meinung ist jedoch einhellig: Technologie allein reicht nicht aus.
Wie von den von den lokalen Medien befragten Bewohnern hervorgehoben wird, liegt das Problem der hohen Preise nicht im Fehlen digitaler Lösungen, sondern in der schwachen Kontrolle, fehlenden tatsächlichen Prüfungen und chaotischer Preisgestaltung, die hinter dem Begriff „freier Markt“ verborgen wird.
Laut den Bürgern zeigen elektronische Preisschilder nur die Preisunterschiede, beheben jedoch nicht die Ursache der überhöhten Preise. Die Menschen fordern ein stärkeres Engagement des Staates „vor Ort“: regelmäßige Kontrollen, Eingreifen der zuständigen Behörden und wirksame Beschränkungsmaßnahmen gegen Spekulationen.
Viele nennen konkrete Beispiele: Dasselbe Produkt kann in einem Geschäft 70 Lira und im Nachbargeschäft 100 kosten. Und wie Käufer betonen, bedeutet das Anzeigen dieser Differenz auf dem Bildschirm nicht, dass der Einkauf erschwinglicher wird.
Eine separate Gruppe von Bürgern weist auch auf den sozialen Aspekt hin: Nicht jeder, insbesondere ältere Menschen, nutzt aktiv digitale Technologien. Für sie sind elektronische Preisschilder keine Lösung, sondern nur ein weiteres Hindernis.
Letztlich sind sich die meisten einig, dass elektronische Preisschilder ein hilfreiches Instrument zur Orientierung der Verbraucher sein können, aber kein wirklicher Weg, um die hohen Preise zu bekämpfen. Ohne strenge Kontrolle, transparente Regeln und Verantwortung der Verkäufer wird der Markt nach Ansicht der Bürger weiter teurer.
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