Cyprus, Nicosia

Kar-İş: Verantwortung für die Verkehrssicherheit kann nicht allein den Fahrern übertragen werden

16.02.2026 / 17:35
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Der Vorsitzende des Verbandes moderner öffentlicher Verkehrsunternehmen der türkisch-zyprischen Gemeinschaft (Kar-İş), Fuat Topaloğlu, gab eine schriftliche Erklärung zu dem Busunglück ab, das sich auf der Autobahn Famagusta–Lefkoşa im Bereich des Kreisverkehrs Haspolat ereignete.

In seiner Ansprache wünschte Topaloğlu den Verletzten eine baldige Genesung und drückte seine Hoffnung aus, dass sich solche Vorfälle nicht wiederholen werden. Gleichzeitig betonte er, dass in einer Reihe von öffentlichen Kommentaren gegenüber Verkehrsunternehmen und Fahrern ein verallgemeinernder und anklagender Ton verwendet werde, der eine negative öffentliche Meinung schaffe.

Laut dem Leiter von Kar-İş ist die Verkehrssicherheit ein komplexes Thema, und die Ursachen von Unfällen ausschließlich auf Fahrerfehler zu reduzieren, sei ein einseitiger und unvollständiger Ansatz. Er erinnerte daran, dass:

  • Entscheidungen darüber, welche Fahrzeuge importiert werden dürfen und nach welchen technischen Standards sie registriert werden, von staatlichen Stellen getroffen werden;
  • die technische Kontrolle durch autorisierte Stellen im Rahmen der geltenden Gesetzgebung erfolgt;
  • die Straßeninfrastruktur, technische Lösungen und Sicherheitssysteme im Verantwortungsbereich der zuständigen Behörden liegen und nicht bei den Verkehrsunternehmen.

Topaloğlu merkte an, dass die Einführung moderner Sicherheitssysteme in schweren Fahrzeugen nur bei Vorliegen eines klaren und verbindlichen gesetzlichen Rahmens möglich sei. Sollten solche Anforderungen eingeführt werden, müssten Übergangsfristen, Finanzierungsquellen und Anreizsysteme im Voraus festgelegt, eine technische Kommission eingerichtet und eine transparente Kontrolle gewährleistet werden.

„Unsere Fahrer sind die Werktätigen dieses Landes, und der Transportsektor ist das Rückgrat seines Verkehrssystems. Wir weisen Versuche zurück, die Branche als alleinigen Sündenbock für systemische Probleme darzustellen“, heißt es in der Erklärung.

Kar-İş erklärte sich zur konstruktiven Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden zur Erhöhung der Sicherheit bereit, betonte jedoch, dass man nicht schweigend auf Versuche reagieren werde, den Ruf des Sektors zu untergraben und die Fahrer ohne umfassende Analyse der Situation zu beschuldigen.

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