KTOEÖS erklärt, dass die Ursache des sexuellen Übergriffs an der Grundschule in Çanakkale die verspätete Ernennung von Schulpsychologen gewesen sei
In einer schriftlichen Erklärung im Namen der Leitung wies die Türkische Lehrergewerkschaft für Sekundarschulen in Zypern (KTOEÖS) auf einen schwerwiegenden Systemfehler hin — im vergangenen Jahr ereignete sich an der Grundschule von Çanakkale ein Vorfall sexueller Gewalt, der breite öffentliche Aufmerksamkeit erregte. Nach Ansicht der Gewerkschaft war die Ursache, dass Schulpsychologen (rehber öğretmen) zu spät ernannt wurden, sodass die Schüler während der ersten Hälfte des Schuljahres keinen Zugang zu wichtigen Beratungsdiensten hatten.
Die Erklärung betont, dass Schülerinnen und Schüler in der Adoleszenz starke psychoemotionale Veränderungen durchlaufen. Dies ist eine biologische, psychologische, intellektuelle und soziale Phase, die organisierte Unterstützung erfordert. Lehrer und Berater in Schulen spielen eine Schlüsselrolle bei der Diagnose von Angst, Depression, Aggression und anderen Problemen sowie bei rechtzeitigem Eingreifen.
Es wird hervorgehoben, dass die Probleme von Jugendlichen und ihre Neigung zu abweichendem Verhalten durch psychologische Unterstützung verringert werden können. Zudem ist die Zusammenarbeit mit den Familien wichtig, um Faktoren zu erkennen und zu beseitigen, die dazu führen, dass Kinder in rechtswidrige Handlungen verwickelt werden.
Laut KTOEÖS wurde in Mittel- und Oberschulen ein Anstieg von Gewalt, Mobbing und disziplinarischen Verstößen festgestellt. Die Gewerkschaft wirft dem Bildungsministerium und der Regierung vor, dem Personalbedarf nicht ausreichend Aufmerksamkeit zu schenken: Es fehlt an Schulpsychologen und Fachkräften für Kinder mit besonderen Bildungsbedürfnissen.
Besonders wird hervorgehoben, dass im vergangenen Jahr während des zweiten Semesters 55 freie Stellen besetzt wurden, darunter auch Stellen für Schulpsychologen, wodurch die Schüler in den ersten Monaten ohne notwendige Beratung blieben. In diesem Jahr wurden Ernennungsverfahren aufgrund eines „Ernennungsverbots“ während der Wahlen verzögert, und der Prozess der Lehrerversetzungen entspricht nicht den gesetzlichen Anforderungen. Zudem wurde aufgrund von Fehlern bei der Personalplanung nur der Bedarf an einem Schulpsychologen und einem Sonderpädagogen offiziell festgestellt.
Die Gewerkschaft erklärt, dass sie vom Versetzungsprozess ausgeschlossen wurde und vertritt die Ansicht, dass Personalentscheidungen ohne Transparenz negative Auswirkungen auf Lehrer, Schüler und das Bildungssystem insgesamt haben. KTOEÖS stellt fest, dass ohne die Beseitigung von Mängeln und politischen Einflüssen der Anstieg von Gewalt und die Neigung von Kindern zur Kriminalität nicht gestoppt werden können.
Abschließend fordert KTOEÖS eine vollständige und rechtzeitige Personalbesetzung, die Stärkung der Beratungsdienste an Schulen, eine wissenschaftlich fundierte Analyse und die Umsetzung präventiver Maßnahmen. Die Gewerkschaft erklärt zudem, dass sie ihren Kampf gegen Ansätze fortsetzen wird, die ihrer Meinung nach die Qualität der öffentlichen Bildung und die Zukunft der Kinder gefährden.
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