Cyprus, Nicosia

In Nordzypern hat in staatlichen Schulen die HPV-Impfung von Kindern begonnen

25.01.2026 / 17:29
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In der Türkischen Republik Nordzypern wurde an staatlichen Schulen ein Impfprogramm gegen das humane Papillomavirus (HPV) für Kinder gestartet. Dies teilte Gesundheitsminister Hakan Dinçyürek mit und betonte, dass die Impfung ausschließlich freiwillig und nur mit Zustimmung der Eltern durchgeführt wird.

Nach Angaben des Ministers wurde das Programm vor dem Hintergrund einer hohen gesellschaftlichen Nachfrage eingeführt und basiert auf wissenschaftlichen Erkenntnissen. Der Impfstoff dient der Prävention von Gebärmutterhalskrebs und einer Reihe weiterer HPV-bedingter Erkrankungen. Derzeit umfasst die Impfung Kinder im Alter von 13 Jahren: Die erste Phase wurde 2025 durchgeführt, derzeit erfolgt die Verabreichung der zweiten Dosis.

Das Gesundheitsministerium übermittelt den Eltern spezielle Einwilligungsformulare über die Direktion für primäre Gesundheitsversorgung. Erst nach schriftlicher Zustimmung der Familie kann ein Kind geimpft werden. Dinçyürek betonte ausdrücklich, dass die Impfung nicht verpflichtend ist und jede Familie das Recht hat, die Teilnahme am Programm abzulehnen.

Das Programm wird an staatlichen Schulen in Abstimmung mit dem Bildungsministerium umgesetzt und unter medizinischer Aufsicht durchgeführt.

Der Gynäkologe und Abgeordnete der Nationalen Einheitspartei, Faiz Sucuoğlu, bezeichnete den HPV-Impfstoff als sichere und wirksame Präventionsmaßnahme. Ihm zufolge wird der Impfstoff seit vielen Jahren in entwickelten Ländern eingesetzt und hat seine Wirksamkeit bei der Verringerung des Risikos von Gebärmutterhalskrebs bewiesen.

Sucuoğlu betonte, dass der Impfstoff die beste Wirkung entfaltet, wenn er vor Beginn der sexuellen Aktivität verabreicht wird, weshalb das Jugendalter als optimal gilt. Er wies außerdem darauf hin, dass in den Jahren der Anwendung keine schwerwiegenden Nebenwirkungen registriert wurden, und rief die Eltern dazu auf, sich nicht von Fehlinformationen beeinflussen zu lassen.

Mediziner erinnern daran, dass HPV ein äußerst verbreitetes Virus ist, das sowohl Frauen als auch Männer betreffen kann, und dass die Impfung eine der wirksamsten Präventionsmaßnahmen darstellt.

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