Starke Regenfälle verursachten Überschwemmungen in mehreren Regionen Nordzyperns
Heftige Niederschläge in ganz Nordzypern führten zu Überschwemmungen und Notfallsituationen in einzelnen Gebieten. Die schwierigste Lage herrschte in Girne, Gönyeli, Famagusta sowie auf einigen Bergstraßen.
Girne: Überschwemmungen und umgestürzte Bäume
In den Stadtteilen Zeytinlik und Karaoğlanoğlu führte von den Bergen abfließendes Wasser zu großen Wasseransammlungen. Nach Angaben des Bürgermeisters von Girne, Murat Şenkul, wird das Problem dadurch verschärft, dass frühere natürliche Entwässerungskanäle mit Wohnhäusern und Anlagen bebaut wurden.
Infolge der Überschwemmungen wurden folgende Bereiche betroffen:
- der westliche Teil von Zeytinlik,
- die Kreuzung der Straße GAÜ Yolu,
- die Industriezone.
In der Şahin Nedim Sokak stürzte aufgrund des Unwetters eine jahrhundertealte Kiefer um, und in der Şehit Dursun Özsaraç Sokak kippte in einem Baustellenbereich ein Strommast um. Straßenabschnitte wurden vorübergehend gesperrt; kommunale Dienste, Feuerwehr und Mitarbeiter der Elektrizitätsbehörde waren im Einsatz.
Gönyeli und Einsatz der Notdienste
Der Bürgermeister von Gönyeli–Alayköy, Hüseyin Amcaoğlu, erklärte, dass seit den ersten Stunden der starken Regenfälle alle Dienste in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt wurden. Gefährdete Bereiche werden ständig überwacht, Eingriffe erfolgen bei Bedarf.
Famagusta: überflutete Keller und Straßen
In Famagusta, insbesondere in den Industriegebieten, führten die Regenfälle zu Wasseransammlungen auf den Straßen und zur Überflutung von Geschäften. Im Stadtteil Karakol wurden die Kellerräume von zwei Mehrfamilienhäusern überflutet.
Die Arbeiten erfolgten in Koordination zwischen der Gemeinde, dem Zivilschutz und der Feuerwehr unter der Leitung des Bezirksverwalters Özcen Keser. Es wird darauf hingewiesen, dass die bereits im Sommer begonnene Reinigung der Regenwassersysteme in vielen Stadtteilen einen schnelleren Wasserabfluss ermöglichte.
Lefke: überlaufende Stauseen
Die Gemeinde Lefke teilte mit, dass aufgrund der intensiven Niederschläge der Stausee Kafizes vollständig gefüllt wurde und überschüssiges Wasser in den Stausee Gemikonağı zu fließen begann. Die Situation steht unter ständiger Kontrolle.
Auf der Kantara-Straße wurden an mehreren Stellen Steinschläge und kleinere Erdrutsche festgestellt. Steine und Erdreich gelangten teilweise auf die Fahrbahn und stellten eine Gefahr für Autofahrer dar. Straßendienste beseitigten die Gefahren umgehend.
Der Zivilschutz erklärte, dass in allen Regionen des Landes weiterhin Erkundung, Lagebewertung und operative Maßnahmen durchgeführt werden. Alle Einheiten sind auf mögliche Überschwemmungen, Muren und andere Notfälle vorbereitet.
Die Behörden rufen die Bevölkerung auf:
- Vorsicht walten zu lassen,
- offizielle Warnungen zu beachten,
- Reisen in Risikogebiete nach Möglichkeit zu vermeiden.

