Medienethikrat in Nordzypern erteilt der Zeitung „Svobodnaya“ eine Verwarnung
Der Medienethikrat in Nordzypern hat am 13. Januar 2026 der Zeitung „Svobodnaya“ eine Verwarnung ausgesprochen, nachdem eine Veröffentlichung überprüft wurde, in der über einen Mann berichtet wurde, der ein Video aus der Dienststelle des Flughafens aufgenommen und damit gedroht hatte, den Flughafen in Brand zu setzen, berichtet Kıbrıs Postası.
Der Rat stellte fest, dass in dem Beitrag eine Überschrift und Slogans verwendet wurden, die über eine neutrale Information hinausgingen und zur Verbreitung von Hasssprache sowie zu Aufrufen zur Selbstjustiz beitrugen. In der Entscheidung heißt es, dass der verwendete Stil keinen öffentlichen Mehrwert geschaffen habe und die negative Reaktion der Öffentlichkeit verstärken könne.
Zur Begründung seiner Entscheidung verwies der Rat auf die Bestimmungen der journalistischen Berufsstandards: das Verbot von Veröffentlichungen, die Gewalt rechtfertigen, fördern oder dazu anstiften; das Verbot von Beleidigungen und Erniedrigungen außerhalb legitimer Kritik; sowie die Verpflichtung zu einer objektiven Darstellung der Fakten, zur Achtung demokratischer Werte und zur klaren Trennung von Nachricht und Kommentar. Die Entscheidung wurde einstimmig getroffen.
Der Rat empfahl, beleidigende und provokative Kommentare unter der Online-Version des Artikels zu entfernen, und erinnerte daran, dass Fragen der Festnahme in die Zuständigkeit der Justizbehörden fallen und nicht der Journalisten. Für die Bewohner Nordzyperns bedeutet dies eine verstärkte Aufmerksamkeit der Aufsichtsbehörde für die Sprache öffentlicher Mitteilungen und eine mögliche Entfernung aggressiver Kommentare in Online-Medien.
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