In nord-nikosia wurden eier auf das büro des vizepremiers geworfen vor dem hintergrund eines streiks der mitarbeiter von koop
Am Dienstag, dem 19. August, bewarfen Mitarbeiter nordzyprischer Genossenschaftsunternehmen das Büro des Vizepremiers Fikri Ataoğlu in Nordnikosia mit Eiern und schütteten Wasser mit Halloumi auf den Boden. Sie setzten damit ihren Streik gegen angebliche Sparmaßnahmen fort, berichten die Medien.
Die Angestellten der Koop Bank und ihrer Tochtergesellschaften fordern, dass sich das Unternehmen offiziell von dem angeblich ausgearbeiteten acht Punkte umfassenden Sparplan distanziert. Dieser sieht unter anderem vor: die Einstellung der Arbeit für Pensionäre, die Streichung des 13. Monatsgehalts, die Nichtzahlung der Lebenshaltungskosten-Zulage (CoLA) sowie eine Halbierung der Feiertagsprämien. Darüber hinaus wehren sich die Protestierenden gegen Pläne zur Entlassung von 44 Mitarbeitern.

Die Koop Bank ist einer der größten Arbeitgeber im Norden der Insel; neben der Bank betreibt sie die Versicherungsgesellschaft Seker Insurance, das Molkereiunternehmen Koop Sut sowie die Futtermittelfabrik Binboga. Dies kann bei andauernden Arbeitskämpfen zu Störungen im Bank- und Begleitdienstleistungsbereich führen.
Der Gewerkschaftsführer von Koop-Sen, Mehmetali Güryüz, erklärte, der Kontakt zur Regierung sei nicht hergestellt und warf den Mitgliedern der Regierungskoalition Racheversuche vor. Seinen Angaben zufolge werden die Aktionen vor der Hauptverwaltung der Bank fortgesetzt. Der Generaldirektor der Bank, Kemal Ataman, erstattete nach dem Sturm auf das Büro Anzeige bei der Polizei und fordert ein Ende der Ausschreitungen, berichtet die Zeitung Yeniduzen.
Für die Bevölkerung kann dies vorübergehend zu Schwierigkeiten bei der Bedienung der Filialen von Koop sowie zu Verzögerungen bei den verbundenen Dienstleistungen führen. Bei einer Eskalation des Konflikts sind neue Aktionen vor Banken und Registraturbehörden möglich.
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