Gesetzesreform in der Türkischen Republik Nordzypern: Gesetz von 1995 wird aufgehoben
In Nordzypern ist geplant, das seit 1995 geltende Gesetz über die Zentrale Gesetzgebungsabteilung aufzuheben und durch ein neues Regulierungssystem zu ersetzen.
Dem Entwurf zufolge wird die Behörde dem Büro des Premierministers unterstellt und mit erweiterten Befugnissen ausgestattet. Alle von staatlichen Institutionen ausgearbeiteten Gesetzesentwürfe müssen vor ihrer Einbringung ins Parlament einer obligatorischen technischen und rechtlichen Prüfung unterzogen werden.
Das neue System soll Dokumente prüfen auf:
- Vereinbarkeit mit der Verfassung und geltenden Gesetzen,
- Einhaltung der Regeln der Gesetzgebungstechnik,
- Abwesenheit von Widersprüchen zwischen normativen Akten.
Die Behörde wird zudem beauftragt, fragmentierte Gesetze zusammenzuführen, Widersprüche aufzudecken und die Gesetzgebungsbasis zu aktualisieren. Es ist geplant, ein einheitliches, aktuelles Register der Gesetzgebung zu erstellen, das auf der offiziellen Website zugänglich ist.
Darüber hinaus sieht die neue Reform eine Aufstockung des Personals um Juristen und IT-Spezialisten vor, um sowohl die rechtliche als auch die digitale Infrastruktur für die Arbeit mit Gesetzen zu stärken.
Dabei wird betont, dass die Rechte und Gehälter der derzeitigen Mitarbeiter vollständig erhalten bleiben.

