In der TRNZ wird über die Vergabe der Staatsbürgerschaft an Ausländer gegen Immobilienkauf diskutiert

In Nordzypern wird die Einführung eines Modells geprüft, nach dem Ausländer die Staatsbürgerschaft durch den Kauf von Immobilien ab einem bestimmten Wert erhalten könnten. Dies teilte Kafer Gürcafer, Vorsitzender des Verbands der türkisch-zyprischen Bauunternehmer, mit und erklärte, dass entsprechende Gespräche mit der Regierung bereits laufen.
Nach seinen Worten zielt die Initiative darauf ab, das Problem des nicht verkauften Wohnungsbestands zu lösen und die Wirtschaft zu beleben. Nach einer starken Nachfrage durch Ausländer während der Pandemie wurden in der TRNZ rund 10.000 Immobilien verkauft. Der anschließende Bauboom führte jedoch zu weiteren 20.000–25.000 Wohnungen, von denen ein Teil bis heute unverkauft ist — unter anderem aufgrund außenpolitischer Faktoren im Zusammenhang mit dem griechisch-zyprischen Teil der Insel.
Gürcafer betonte, dass es sich nicht um eine massenhafte Vergabe von Pässen handelt, sondern um ein klar reguliertes Modell: Die Staatsbürgerschaft soll nur bei Immobilienkäufen über einem festgelegten Schwellenwert und nach allen erforderlichen Prüfungen gewährt werden. Die Diskussion dieser Idee sei auch auf Ebene der Gespräche mit den türkischen Behörden geplant.
Es wird darauf hingewiesen, dass die Immobilienpreise in der TRNZ variieren — Wohnraum ist bereits ab etwa 120.000 US-Dollar erhältlich, aber auch im höheren Preissegment. Die erworbene Immobilie soll nicht nur zum Wohnen, sondern auch zur Vermietung genutzt werden können, was den Eigentümern zusätzliche Einnahmen verschaffen würde.
Der Bauunternehmerverband betont, dass der Immobilienmarkt weiterhin ein wichtiger Bestandteil der touristischen und investiven Attraktivität Nordzyperns ist. Das vorgeschlagene Modell könnte nach Ansicht der Initiatoren dazu beitragen, den Bestand unverkaufter Immobilien zu reduzieren und gleichzeitig neue Investitionen in die Wirtschaft der Republik anzuziehen.
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