Cyprus, Nicosia

Athen antwortet Ankara: Reaktion auf F-16-Stationierung in Nordzypern

12.03.2026 / 14:52
Nachrichtenkategorie

Die Reaktion Griechenlands auf die Stationierung türkischer F-16 Fighting Falcon Kampfflugzeuge auf dem Territorium der nicht anerkannten TRNZ erfolgte nicht sofort, doch schließlich gab Athen eine klare diplomatische Antwort an Ankara.

Die Erklärung erfolgte während eines Briefings für Diplomatenkorrespondenten, bei dem Vertreter der griechischen Seite sowohl die Entsendung der türkischen Flugzeuge nach Nordzypern als auch die erneuten Forderungen der Türkei nach einer Entmilitarisierung der griechischen Inseln kommentierten.

Athen: Besatzung gibt kein Recht auf militärische Verstärkung

Das griechische Außenministerium betonte, dass die türkische Invasion und die andauernde Besetzung eines Teils von Zypern keine Rechtfertigung für die Stationierung zusätzlicher Streitkräfte sein können.

Laut Vertretern des diplomatischen Dienstes bleibt die Position Athens unverändert: Die Unterstützung der Republik Zypern ist eine historische Pflicht Griechenlands. Dabei unterstreicht Athen, dass die Hilfe für Nikosia rein defensiven Charakter hat.

Die griechische Seite merkte zudem an, dass die Republik Zypern trotz der mehr als ein halbes Jahrhundert andauernden türkischen Militärbesetzung auf der Insel weiterhin ein Stabilitätsfaktor im östlichen Mittelmeer ist.

Neuer Streit um die Inseln der Ägäis

Neben dem Zypern-Thema antwortete Athen auch auf die jüngsten Erklärungen Ankaras zur militärischen Präsenz Griechenlands auf den Inseln der Ägäis. Dabei ging es insbesondere um die türkische Kritik an der Stationierung von MIM-104 Patriot Luftabwehrsystemen auf der Insel Karpathos.

Die Sprecherin des griechischen Außenministeriums, Lana Zochiou, erklärte, dass die Position Athens zu diesem Thema bereits mehrfach geäußert wurde und unverändert bleibe.

Athen verweist auf internationale Verträge

Das griechische Außenministerium betonte, dass der Status der Inseln der östlichen Ägäis durch eine Reihe internationaler Abkommen geregelt wird, darunter:

  • Der Vertrag von Lausanne
  • Der Vertrag von Montreux
  • Der Pariser Friedensvertrag

Wie in Athen festgestellt wurde, lassen diese Dokumente keinen Zweifel am Status der griechischen Inseln. Zudem wird hervorgehoben, dass die Türkei nicht Vertragspartei des Pariser Vertrags ist und daher keine Forderungen auf dessen Grundlage stellen kann.

Verteidigung als Antwort auf Instabilität

Die griechische Diplomatie machte zudem deutlich, dass die Verteidigungspolitik des Landes unantastbar bleibt, insbesondere unter Bedingungen erhöhter regionaler Instabilität. In Athen ist man der Ansicht, dass die Stärkung der Verteidigung der Ägäis-Inseln keine Offensivmaßnahme, sondern ein notwendiger Schritt zum Schutz der nationalen Sicherheit ist.

Damit gab Griechenland einige Tage nach den Erklärungen Ankaras eine diplomatische Antwort und unterstrich zwei Schlüsselpositionen:

  1. Die Unterstützung der Republik Zypern bleibt unerschütterlich
  2. Die Forderungen der Türkei nach einer Entmilitarisierung der griechischen Inseln werden von Athen weiterhin kategorisch abgelehnt
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