Cyprus, Nicosia

Kostenloser Transport für Studierende aus Großfamilien: Die Frage bleibt offen.

26.01.2026 / 09:55
Nachrichtenkategorie

Im zyprischen Parlament wurde die Frage aufgeworfen, das Recht auf kostenlosen öffentlichen Nahverkehr für Studenten aus Großfamilien auszuweiten. Mit einer entsprechenden Anfrage an das Verkehrsministerium wandte sich AKEL-Abgeordneter Andreas Pasiurtidis und wies auf die steigenden Ausgaben solcher Familien hin, insbesondere wenn die Kinder weit entfernt vom Wohnort studieren.

Der Abgeordnete erkundigte sich, ob das Ministerium plant, Studenten aus Großfamilien in die Gruppe der Empfänger kostenlosen Transports auf städtischen und überregionalen Strecken aufzunehmen, und betonte, dass Transportkosten zu einer erheblichen finanziellen Belastung für Haushalte mit vielen Kindern werden.

Als Antwort erklärte Verkehrsminister Alexis Vafiadis, dass derzeit alle Studenten Anspruch auf 50 % Rabatt auf reguläre Buslinien im Rahmen der Sozialpolitik des Staates haben. Darüber hinaus sind für die Schuljahre 2025–2026 und 2026–2027 Schüler (jedoch keine Universitätsstudenten) aus Großfamilien, die öffentliche Sekundar- und Technikschulen besuchen, vollständig von den Transportgebühren befreit.

Der von Pasiurtidis angesprochene zentrale Punkt bleibt jedoch ungelöst: Die Vergünstigung gilt nicht für Studierende höherer Bildungseinrichtungen. Das Ministerium erklärte lediglich, dass man sich „im Prozess der Prüfung“ einer möglichen Programmausweitung befindet. Daten von Organisationen, die die Interessen von Groß- und Fünf-Kinder-Familien vertreten, wurden bereits angefordert, um potenzielle Kosten zu bewerten, aber es wurden weder Fristen noch politische Verpflichtungen bekannt gegeben.

So müssen Studenten aus Fünf-Kinder-Familien trotz Anerkennung des Problems weiterhin einen erheblichen Teil der Transportkosten selbst tragen, insbesondere bei regelmäßigen Fernfahrten. Dies verstärkt die soziale Ungleichheit und wirft Fragen zum gleichen Zugang zur Hochschulbildung für Familien mit höherer finanzieller Belastung auf.

Die Initiative des Abgeordneten hat erneut die Notwendigkeit einer gezielteren Sozialpolitik im Verkehrsbereich auf die Tagesordnung gesetzt. Bislang bleibt die Frage offen — und hängt davon ab, ob der Vorschlag des Ministeriums schließlich in eine konkrete Entscheidung umgesetzt wird.

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