Ehemaliger Kommissar für Freiwilligenangelegenheiten wird am 11. September im Dokumentenfälschungsfall verurteilt
Der ehemalige zyprische Kommissar für Freiwilligenangelegenheiten, Yiannakis Yiannaki, wird am 11. September vor dem Bezirksgericht Nikosia verurteilt. Im April bekannte sich Yiannaki in drei Anklagepunkten schuldig, die mit dem Besitz gefälschter Dokumente und deren bewusster Nutzung zusammenhängen. Seine Verteidigung beantragt ein milderes Urteil mit der Begründung, dass die Taten vor fast 30 Jahren – 1995–1996 – begangen wurden und seitdem keine weiteren Verstöße festgestellt wurden.
Der Anwalt betonte, dass der Angeklagte seine Schuld eingestanden habe und so die Zeit des Gerichts gespart habe, und dass fünf Anklagen wegen direkter Dokumentenfälschung zuvor fallengelassen wurden. Unter den gefälschten Papieren befand sich auch ein Schulabschlusszeugnis, das laut Verteidigung nicht für eine Anstellung oder andere offizielle Zwecke genutzt wurde.
Yiannaki drohen bis zu 5 Jahre Haft, da der Fall vor einem Bezirksgericht und nicht vor einem Strafgericht verhandelt wird, wo die Höchststrafe 10 Jahre betragen könnte. Die Untersuchung begann nach einem anonymen Hinweis und einer Prüfung durch einen Wirtschaftsprüfer, woraufhin Yiannaki 2021 unter großer medialer Aufmerksamkeit zurücktrat.
Laut Polizei kam die Bestätigung der Fälschung auch von der amerikanischen Universität, deren Absolvent Yiannaki vorgab zu sein: Die San Diego State University erklärte offiziell, dass er dort nie Student gewesen sei. Die öffentliche Diskussion und Veröffentlichung der gefälschten Dokumente löste große Resonanz aus.
Dieser Fall verdeutlicht die Bedeutung der Überprüfung von Diplomen und die Einhaltung transparenter Einstellungsverfahren im öffentlichen Dienst. Die Bürger Zyperns sollten diese Erfahrung bei der Vorbereitung und Einreichung offizieller Dokumente berücksichtigen.
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