Cyprus, Nicosia

Demetriou warnt vor „ernster Katastrophe“, Impfungen gegen Maul- und Klauenseuche auf Zypern gestartet

25.02.2026 / 17:46
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Die Vorsitzende der Disy-Partei, Annita Demetriou, traf am Mittwoch in Aradippou mit Viehzüchtern zusammen und erklärte, dass der Ausbruch der Maul- und Klauenseuche (MKS) eine „ernste Katastrophe“ darstellt, die die Viehwirtschaft, den Export und die wirtschaftliche Stabilität bedroht. Die Behörden haben beschleunigte Notfallmaßnahmen und eine inselweite Impfkampagne eingeleitet.

Die Regierung hat mit den Impfungen begonnen, zunächst in einer 10-Kilometer-Zone um die bestätigten Fälle im Bezirk Larnaka, und die Kampagne dann auf die gesamte Insel ausgeweitet. Um die Ausbreitung der Infektion zu bekämpfen, wurde die Keulung von Vieh in 11 infizierten Betrieben angeordnet, wovon etwa 13.000 Tiere betroffen sind.

Der Veterinärdienst arbeitet mit der Europäischen Kommission und internationalen Experten zusammen; in den nächsten Tagen wird die Lieferung von etwa 529.000 Impfdosen aus Europa erwartet. Eine erste Charge von 10.000 Dosen ist bereits aus Nordzypern eingetroffen, und die Zyperntürken haben die Zusendung weiterer 20.000 Dosen nach Larnaka angekündigt.

Demetriou forderte sofortige und gerechte Entschädigungen, die Aussetzung von Kredit- und Steuerverpflichtungen für betroffene Landwirte sowie einen umfassenden Wiederaufbauplan. Sie forderte zudem eine vollständige und transparente Untersuchung der Einhaltung der Protokolle. Regierungsvertreter riefen die Landwirte dazu auf, die Biosicherheit zu verstärken und den Zugang Dritter zu Viehhaltungsanlagen zu beschränken.

Aufgrund des Ausbruchs hat Zypern vorübergehend den Status eines MKS-freien Landes verloren; der Export von lebenden Tieren und unverarbeiteten Produkten wurde ausgesetzt.

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