Zyprische Wirtschaft von Hafenstreik bedroht — Unternehmen fordern dringendes Eingreifen

Die zyprische Handels- und Industriekammer (KEVE) zeigte sich besorgt über den bevorstehenden unbefristeten Streik der Transportarbeitergewerkschaft, der am Montag beginnen soll. In einer Erklärung warnte die Kammer, dass die Stilllegung der Hafenbetriebe der Wirtschaft des Landes erheblichen Schaden zufügen könnte, insbesondere in der Vorweihnachtszeit, wenn das Import- und Exportvolumen traditionell zunimmt.
Laut KEVE haben die Häfen Zyperns bereits mit Schwierigkeiten zu kämpfen, da die Einführung des neuen Zollsystems zu Verzögerungen bei der Abfertigung von Fracht führt. Der Beginn des Streiks könnte die Lage weiter verschlechtern, die Stabilität der Lieferketten gefährden und das internationale Ansehen Zyperns als zuverlässiges Logistikzentrum untergraben.
Die Kammer betonte, dass einige Forderungen der Arbeitnehmer zwar gerechtfertigt sein könnten, derartige Aktionen jedoch das Vertrauen in den Betrieb der Häfen schwächen und zusätzlichen Druck auf Unternehmen ausüben. „Arbeitskonflikte sollten durch Dialog und nicht durch die Blockade wichtiger Infrastrukturen gelöst werden“, heißt es in der KEVE-Erklärung.
Die Organisation forderte die Regierung und alle beteiligten Parteien auf, unverzüglich Verhandlungen aufzunehmen, um eine ausgewogene Lösung zu finden, die sowohl die Rechte der Arbeitnehmer als auch den reibungslosen Betrieb des Transportsektors sicherstellt.
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