EU streicht ab 2026 die Steuerbefreiung für Pakete bis €150: Was es für Zypern und Online-Käufer bedeutet

Ab Anfang 2026 werden alle Pakete aus Drittländern in die EU unabhängig vom Wert zollpflichtig. Die Entscheidung wurde von ECOFIN im Rahmen der Reform der Zollvorschriften getroffen.
Die Abschaffung der Freigrenze hängt mit der weit verbreiteten Unterbewertung kleiner Sendungen zusammen — laut Europäischer Kommission werden etwa 65 % dieser Pakete falsch deklariert. 2024 kamen 91 % der Sendungen unter €150 aus China. Die EU verweist auch auf die ökologischen Folgen des Anstiegs kleiner Lieferungen.
In Zypern wird die Maßnahme etwa 60 % der Online-Käufe betreffen. Jedes Paket erhält eine Zollgebühr und eine separate Bearbeitungsgebühr (ca. €2). Für Bestellungen von Shein/Temu erhöht sich der Preis um €2–5.
ECOFIN verschob die Abschaffung der Freigrenze auf 2026 und beschleunigte damit die Reform. Ab 2028 soll ein strengeres System mit einer elektronischen Plattform für die Berechnung von Einkäufen bei ausländischen E-Shops eingeführt werden.
Die Änderungen betreffen Temu, Shein, Bangood, Trendyol und andere Dienste, die bisher unter dem de-minimis-Limit arbeiteten. Für europäische E-Shops werden die Wettbewerbsbedingungen fairer.
Die EU erwartet, dass eine strengere Kontrolle falsche Deklarationen und Haushaltsverluste reduziert und die negativen ökologischen Auswirkungen zahlreicher kleiner Sendungen verringert.
Sie könnten auch interessiert sein an:
- Aufregung im alten Hafen von Limassol: Nach der Zeremonie verschwand ein Kreuz
- Zwei Autos gerieten auf Zypern in Brand — im Stadtteil Engomi (Nikosia) und in Ayia Napa
- Online-Betrug in Höhe von 35.000 Euro: Zwei Verdächtige auf Zypern festgenommen
- Explosion in einem Firmenbüro in Limassol: selbstgebauter Sprengsatz detonierte
- Verkehrsbeschränkungen im Zentrum von Nikosia wegen der EU-Ratspräsidentschaft Zyperns

