Hungerstreik in Menoyia: Migranten protestieren gegen lange Haft ohne Entscheidung über ihre Fälle

Sechs Männer haben im Migrationszentrum Menoyia auf Zypern einen Hungerstreik angekündigt, um eine schnellere Bearbeitung ihrer Fälle und eine Verkürzung der übermäßig langen Haftzeiten zu erreichen.
Vier der Inhaftierten begannen am Dienstag den Hungerstreik, zwei weitere schlossen sich am Donnerstag an. Nach ihren Angaben warten sie bereits zu lange auf eine Entscheidung der Behörden zu ihrem Migrationsstatus. Ihre Haftzeiten reichen von zwei Monaten bis zu zwei Jahren.
Die Inhaftierten behaupten, dass gesetzliche Verfahren falsch auf sie angewendet werden und dass ihre Inhaftierung unbegründet ist. In einem schriftlichen Appell forderte die Gruppe das Eingreifen des stellvertretenden Migrationsministers. Einige Teilnehmer erklärten, dass sie seit mehreren Jahren auf eine Entscheidung warten.
Während des Protests hängten die Migranten Banner mit den Aufschriften auf: „Das ist keine Schwäche, das ist Überleben“, „Meine Tränen sagen, was ich nicht kann“, „Meine Hände bitten, sie drohen nicht“.
Einer der zuletzt zur Aktion hinzugekommenen Männer leidet an einer schweren Krankheit. Im Jahr 2022 wurde bei ihm eine Lung Operation durchgeführt, nach der er täglich starke Schmerzen hat. Seiner Aussage nach erhält er im Zentrum keine angemessene medizinische Versorgung.
Nach Angaben der Protestierenden befinden sich derzeit etwa 140 Migranten in Menoyia ohne Entscheidung über ihre Fälle. Sie behaupten, dass ihre Inhaftierung „unbegründet“ sei, und erklären, dass sie sogar bereit seien, eine Ablehnung des Aufenthaltsrechts und die Abschiebung zu akzeptieren, nur um nicht in einem Zustand der Ungewissheit zu verbleiben.
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