Studie: Mehr als ein Drittel der Studierenden auf Zypern war von Cybermobbing und Online-Belästigung betroffen

Mehr als 38% der Studierenden auf Zypern waren im vergangenen Jahr von Cybermobbing und Online-Belästigung betroffen. Diese Daten enthält die Studie „Navigation durch Muster von Wirkung und Beteiligung an Online-Belästigung und Hassrede“, die vom Forschungszentrum des Alexander College in Larnaka erstellt wurde.
Die Ergebnisse der Studie wurden am 5. Februar im Rahmen einer Veranstaltung zu Hassverbrechen und interkultureller Kommunikation vorgestellt. Die Autoren betonen, dass die aktive Nutzung sozialer Netzwerke und Online-Plattformen nicht nur neue Kommunikationsmöglichkeiten schafft, sondern auch zur Verbreitung von Belästigung und aggressiven Inhalten im Internet beiträgt.
Laut der Umfrage bleiben soziale Netzwerke die wichtigsten Plattformen, auf denen Studierende mit Cybermobbing konfrontiert werden. Es folgen Online-Spiele und Nachrichtenwebsites. Gleichzeitig gaben etwa 12% der Befragten an, selbst schon einmal Inhalte im Zusammenhang mit Online-Belästigung erstellt oder verbreitet zu haben.
Die Forscher weisen darauf hin, dass Cybermobbing nicht immer in Form offener Beleidigungen auftritt. Häufig äußert es sich in subtileren Formen — Sarkasmus, Spott, herabwürdigendem Humor und ironischen Kommentaren. Die Anonymität der Nutzer, Algorithmen sozialer Netzwerke und eine schwache Inhaltskontrolle begünstigen die Verbreitung solcher Phänomene.
Besonders besorgniserregend ist die Tatsache, dass Online-Belästigung allmählich „normalisiert“ wird: Fast 80% der Studierenden erklärten, dass sie regelmäßig demütigende oder beleidigende Inhalte in sozialen Netzwerken beobachten.
Die Autoren der Studie unterstreichen die Notwendigkeit umfassender Maßnahmen — von der Stärkung des rechtlichen Schutzes und der Ausweitung der Gesetzgebung bis hin zu Bildungsprogrammen und Sensibilisierungskampagnen. Ihrer Ansicht nach kann das Problem des Cybermobbings ohne einen systemischen Ansatz zu realen Schäden für die psychische Gesundheit und den sozialen Zusammenhalt führen.
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