78 Schulen auf Zypern warten nach 26 Jahren immer noch auf seismische Modernisierung

Das Bildungsministerium Zyperns steht bei der Umsetzung von Projekten zur Modernisierung der Schulinfrastruktur vor erheblichen finanziellen und technischen Herausforderungen.
In einer Sitzung des parlamentarischen Bildungsausschusses erklärte der Direktor der technischen Dienste, Andreas Marangos, dass der Umfang der Aufgaben die verfügbaren Ressourcen bei weitem übersteigt.
Der Entwicklungshaushalt für 2026 beläuft sich auf 35 Mio. €, während der mittelfristige Plan jeweils 40 Mio. € für 2027 und 2028 vorsieht.
Dabei gilt:
- Bereits in der Umsetzung befindliche Projekte werden auf fast 84 Mio. € geschätzt;
- Unmittelbar geplante Projekte schlagen mit weiteren 7,5 Mio. € zu Buche;
- Zudem existiert eine Liste von Langzeitprojekten.
Die Finanzierung ist durch die vom Finanzministerium festgelegten Ausgabenobergrenzen für jedes Ressort begrenzt.
Das Programm zur seismischen Modernisierung von 730 Schulgebäuden startete im Jahr 2000 und ist bis heute nicht abgeschlossen.
Es verbleiben 78 Schulen, die ursprünglich als risikoarm eingestuft und auf einen späteren Zeitpunkt verschoben wurden.
Laut einer technisch-wirtschaftlichen Studie benötigen einige dieser Gebäude nach 26 Jahren jedoch keine Modernisierung mehr, sondern müssen komplett abgerissen werden.
Laut Marangos sind die Baukosten in den letzten zehn Jahren erheblich gestiegen, was die Realisierung von Projekten bei begrenztem Budget zusätzlich erschwert.

