Larnaka: Abriss illegaler Bauten an der Küste von Pervolia begonnen

Die kommunalen Behörden haben am Samstag mit dem Abriss illegaler Bauwerke in der Küstenzone von Pervolia begonnen. Die Arbeiten erfolgen im Rahmen von Maßnahmen, die die Gemeinde Larnaka in den Jahren 2024–2025 ergriffen hat, um illegal betriebene Einrichtungen in der geschützten Strandzone zu beseitigen.
In einer schriftlichen Antwort auf eine parlamentarische Anfrage erklärte Innenminister Konstantinos Ioannou, dass die Maßnahmen auf dem Gesetz zum Schutz der Küstenzone beruhen. Eine Überprüfung ergab, dass die Objekte unter die rechtliche Definition von „Baustrukturen“ fallen.
Zu den abgerissenen Bauwerken gehören Strandbars sowie ein zusätzlicher Raum, der als Imbiss genutzt wurde. Ein weiteres Objekt ist weiterhin Gegenstand eines Gerichtsverfahrens.
Nach Angaben des Ministers ist der endgültige Abriss dieses Bauwerks, einschließlich eines illegal installierten Stromgenerators, erst nach einer Gerichtsentscheidung möglich. Er wies darauf hin, dass der Generator nicht separat entfernt werden kann, ohne einen Teil des Mauerwerks zu zerstören.
Gegen den Eigentümer oder Betreiber des Objekts wurde ein Strafverfahren eingeleitet, das derzeit von den Bauaufsichtsbehörden von Larnaka bearbeitet wird.
Parallel dazu hat die Gemeinde Dromolaxia Anträge beim Kataster- und Vermessungsamt eingereicht, um staatseigene Küstengrundstücke zu pachten. Ziel ist eine mögliche Legalisierung bestimmter Bauwerke wie Kioske unter angemessenen Bedingungen.
Der Minister betonte, dass das Ziel der Behörden darin bestehe, eine „endgültige und rechtmäßige Regelung zu erreichen, die der derzeitigen Praxis der Willkür ein Ende setzt“.
Diese Maßnahmen stehen im Zusammenhang mit der zweiten Phase des Projekts der küstennahen Fußgängerpromenade in Pervolia. Ioannou bestätigte, dass alle illegalen Besetzungen entlang der Route beseitigt werden.
Gleichzeitig wurden im Rahmen des Strandschutzgesetzes bereits Erleichterungen genehmigt, die den Bau von Umkleideräumen, Unterständen, Parkflächen und eines kleinen Kiosks erlauben.
Die Ausschreibung für die Umsetzung des Projekts soll im ersten Quartal 2026 veröffentlicht werden, der Beginn der Bauarbeiten ist für Juni 2026 geplant.
Die geschätzten Kosten des Projekts belaufen sich auf 1,5 Millionen Euro: Zwei Drittel der Summe werden vom Staat finanziert, den Rest tragen die lokalen Behörden.
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