Kartoffelbauern auf Zypern leiden unter dem Nahostkonflikt, Verzögerungen und steigenden Kosten
Am 30. März 2026 erklärten Kartoffelbauern auf Zypern, dass der Nahostkonflikt negative Auswirkungen auf die Lieferungen und die Selbstkosten habe, wie der Produzentenvertreter Andreas Karyos mitteilte.
Karyos wies darauf hin, dass Supermärkte in Deutschland, Österreich, Belgien und dem Vereinigten Königreich mit strengen Lieferplänen für zyprische Kartoffeln arbeiten und jegliche Verzögerungen für Exporteure besonders schädlich sind. Ihm zufolge erhöhen logistische Störungen und gestiegene Transportkosten die Ausgaben der Erzeuger und erschweren die Erfüllung vertraglicher Verpflichtungen.
Die Landwirtschaft bleibt ein wichtiger Teil der Wirtschaft der Insel und des ländlichen Lebens. Der Sektor sichert in mehreren Bezirken einen erheblichen Anteil der Beschäftigung, unterstützt Exporterlöse und bildet die Grundlage für Gemeinschaften, die von der saisonalen Produktion abhängig sind.
Zudem sind die Landwirte in den letzten Monaten mit den Folgen der Maul- und Klauenseuche konfrontiert, was zur Keulung von Viehbeständen, Bewegungseinschränkungen und finanziellen Verlusten in Viehzuchtbetrieben geführt hat. Die Kombination aus geopolitischen Störungen, logistischen Engpässen und Problemen in der Tierhaltung erhöht den Druck auf die Produzenten.
Die Erzeuger bereiten sich auf das nächste Exportfenster vor, doch die aktuelle Situation erfordert eine Koordination zwischen Landwirten, Spediteuren und Handelsketten, um weitere Verluste zu minimieren.
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