Zypern kriminalisiert die Veröffentlichung von Deepfakes
Das zyprische Parlament hat ein Gesetz verabschiedet, nach dem die Veröffentlichung von Deepfakes ohne Zustimmung der betroffenen Person nun eine Straftat darstellt.
Deepfakes sind synthetische Bilder, Videos oder Audioaufnahmen, die mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt werden und das Aussehen oder die Stimme einer anderen Person realistisch imitieren können.
Das Gesetz wurde vom AKEL-Abgeordneten Christos Christofides vorgeschlagen. Es sieht ein Verbot der Verbreitung von Inhalten vor, die das Aussehen einer Person oder die Darbietung eines Künstlers ohne deren ausdrückliche Zustimmung imitieren.
Zudem legt das Gesetz fest, dass Urheberrechte an Bildnissen und künstlerischen Darbietungen bis zu 50 Jahre nach dem Tod der Person oder des Künstlers bestehen bleiben.
Falls das Gesicht oder die Stimme von jemandem ohne Erlaubnis verwendet wurde, kann das Opfer eine Zivilklage auf Entschädigung einreichen und ein Verbot der weiteren Verbreitung solcher Inhalte fordern.
Laut Christofides ergab sich die Notwendigkeit der Gesetzesänderung aus der Zunahme von Betrug, gefälschter Werbung und Materialien, die dem Ruf von Personen schaden.
Besonders besorgniserregend sei der Einsatz von KI zur Erstellung erniedrigender oder sexualisierter Fake-Inhalte, insbesondere gegen Frauen.
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