Auf Zypern wurde der Organisator eines Schemas mit fiktiver Vaterschaft zur Erlangung der Staatsbürgerschaft verurteilt

In Zypern ist das Gerichtsverfahren in einem Fall der illegalen Erlangung der Staatsbürgerschaft unter Ausnutzung einer schwangeren Frau abgeschlossen worden. Das Berufungsgericht bestätigte das Urteil der ersten Instanz — fünf Jahre Freiheitsstrafe für den Organisator des Schemas.
Aus den Akten geht hervor, dass der Angeklagte eine Staatsbürgerin Kameruns kennenlernte, die schwanger nach Zypern gekommen war und eine Unterkunft suchte. Anstatt bei der Anmietung zu helfen, bot der Mann ihr eine „alternative Lösung“ an — die Regelung einer fiktiven Vaterschaft, um für das ungeborene Kind die Staatsbürgerschaft und eine Aufenthaltserlaubnis zu erhalten.
Zur Umsetzung des Schemas zog er einen weiteren Mann hinzu, der sich in einer schwierigen finanziellen Lage befand. Für 600 € erklärte sich dieser bereit, sich offiziell als biologischer Vater des Kindes auszugeben. In der Folge wurden den staatlichen Stellen falsche Angaben gemacht, eine Geburtsurkunde mit dem Nachnamen des „Vaters“ ausgestellt und das Kind als Nachkomme eines zyprischen Staatsbürgers registriert. Später verzichtete der fiktive Vater auf die elterlichen Rechte und übertrug das vollständige Sorgerecht auf die Mutter.
Der Organisator erhielt von der Frau 3.200 €, von denen er einen Teil an den Komplizen weitergab.
Das Berufungsgericht betonte, dass die Straftat die Grundlagen des Instituts der zyprischen Staatsbürgerschaft, das Recht auf Familienleben betrifft und mit der Ausbeutung einer schutzbedürftigen Person verbunden ist — einer arbeitslosen Frau, die Asyl beantragt hatte.
Das Gericht wies zudem die Argumente zur Ungleichheit der Strafen zurück und stellte fest, dass der Verurteilte der Initiator und Koordinator des Schemas war, den größten finanziellen Vorteil erhielt und zuvor schwere Vorstrafen hatte. Sein Komplize hingegen war nur an einem einzigen Fall beteiligt und hatte keine kriminelle Vergangenheit.
Damit blieb das Urteil der ersten Instanz unverändert — fünf Jahre Haft.
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