Zyperns Parlament schafft Prozentquoten bei der Beförderung von Offizieren ab
In Zypern hat die Vollversammlung des Parlaments am 2. April 2026 ein Gesetz verabschiedet, das das Ranking-Kriterium nach Prozentquoten (80%–70%–60%) an Militärschulen bei der Beförderung von Offizieren durch Auswahl abschafft.
Die Entscheidung betrifft Absolventen der Führungs- und Stabsschule (ΣΔΙΕΠ), der Höheren Interinstitutionellen Kriegsschule (ΑΔΙΣΠΟ) und der Nationalen Verteidigungsschule (ΣΕΘΑ). Zuvor war für die Verleihung von Dienstgraden ab Major aufwärts durch Auswahl neben der Abschlussnote („Exzellent“ oder „Sehr gut“) eine bestimmte Platzierung im Absolventenranking erforderlich: die Zugehörigkeit zu den besten 80% an der ΣΔΙΕΠ für Majore, zu den besten 70% an der ΣΔΙΕΠ und ΑΔΙΣΠΟ für Oberstleutnante und zu den besten 60% an der ΑΔΙΣΠΟ für Obersten.
Bei Nichteinhaltung dieser Prozentsätze wurden die Offiziere auf eine Beförderung nach Dienstalter umgestellt, was für Obersten bei einem Fehlen in den 60% einen langen Verbleib in dieser Kategorie bedeutete.
Nach Ansicht des Verteidigungsausschusses des Parlaments zielt die Änderung darauf ab, die Gleichheit zu stärken, Offiziere anhand ihres gesamten Dienstweges zu bewerten, die Praktiken an internationale Ansätze anzupassen und die Verfahren durch Bürokratieabbau zu vereinfachen. Die Abschlussnoten der Absolventen („Exzellent“, „Sehr gut“) bleiben als wichtiges Kriterium erhalten, aber die Bindung an quantitative Quoten wird aufgehoben, was nach Ansicht der Gesetzgeber Ungerechtigkeiten bei Beförderungen beseitigen wird.

