Cyprus, Nicosia

Zypern plant, die Studienbeihilfen zum ersten Mal seit fast 30 Jahren zu erhöhen

13.11.2025 / 13:00
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Zypern könnte zum ersten Mal seit 27 Jahren die Studienbeihilfen erhöhen und die Anspruchskriterien überarbeiten, teilte das Finanzministerium während einer Sitzung des parlamentarischen Bildungsausschusses mit. Die Änderungen könnten bereits im Jahr 2026 in Kraft treten.

Die Diskussion wurde auf Initiative der Abgeordneten der Partei AKEL — Christos Christofides, Andreas Kafkalias und Christos Christofias — geführt. Die Politiker erinnerten daran, dass die Beihilfe seit 1998 unverändert geblieben ist und die Kaufkraft der Studierenden seither erheblich gesunken ist.

„Heute können sich Studierende nur die Hälfte dessen leisten, was sie 1998 konnten“, sagte Christofides. „Die Mieten steigen, die Ausgaben nehmen zu, aber die Unterstützung bleibt gleich.“

Er kritisierte außerdem die Kürzungen im Bildungsbudget und betonte, dass es „unmöglich sei, von Unterstützung der Mittelschicht zu sprechen, während gleichzeitig die Finanzierung von Studentenprogrammen reduziert wird“.

Der DISY-Abgeordnete Prodromos Alabritis begrüßte die Initiative und stellte fest, dass die Behörden nach zahlreichen Appellen und Stellungnahmen nun endlich bereit seien, die Einkommenskriterien zu erweitern und die Beihilfe zu erhöhen.

Der DIKO-Vertreter Chrisantos Savviidis erklärte, dass seine Partei seit Langem ähnliche Änderungen fordere und dass für Familien mit fünf Kindern die Einkommens- und Eigentumsgrenzen aufgehoben werden sollen.

Der DIPA-Abgeordnete Alekas Trifonidis betonte, dass die Erhöhung der Beihilfen und die Vereinfachung der Antragsverfahren von entscheidender Bedeutung seien angesichts steigender Wohn- und Ausbildungskosten. Er fügte hinzu, dass Bildung „eine Investition in die Zukunft des Landes“ sei, und versprach, sich für Maßnahmen zur sozialen Gerechtigkeit und Unterstützung der Mittelschicht, der Jugend und der Arbeitnehmer einzusetzen.

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