Fast alle Schutzräume auf Zypern überprüft: Etwa 200 für unbrauchbar erklärt
Auf Zypern wurden etwa 200 Zivilschutzräume für unbrauchbar erklärt und werden aus dem Register gestrichen. Dies teilte Innenminister Constantinos Ioannou mit.
Demnach haben die Behörden rund 99 % der 2.480 registrierten Schutzräume überprüft. Bei den Inspektionen wurden etwa 200 Objekte als ungeeignet eingestuft, weitere 230 erwiesen sich als für die Öffentlichkeit unzugänglich.
Das Schutzraumsystem der Insel entstand ab 1999 und basierte weitgehend auf privaten Kellerräumen, die von den Eigentümern freiwillig für Notfälle zur Verfügung gestellt wurden. In den letzten Jahren versuchen die Behörden, die Anzahl der Unterkünfte zu erhöhen, indem sie Tiefgaragen und andere öffentliche Räume in das System einbeziehen.
Derzeit bieten die Schutzräume Platz für etwa 40–45 % der Bevölkerung des Landes.
Zudem bereiten die Behörden eine Reform des Zivilschutzsystems vor. Es ist geplant, eine neue Gesetzgebung zu verabschieden und die Position eines nationalen Koordinators zu schaffen. Bis zur Verabschiedung des Gesetzes wird ein vorläufiger Koordinator ernannt.
Der Minister wies ferner darauf hin, dass das SMS-Warnsystem derzeit nur vorübergehend genutzt wird. Ein vollwertiges 112-Notfallwarnsystem soll bis Juni landesweit in Betrieb gehen. Momentan erreichen SMS-Benachrichtigungen möglicherweise nicht jeden, da sie von der Region abhängen, in der der Teilnehmer bei seinem Mobilfunkanbieter registriert ist.
Im Falle von Bedrohungen, etwa durch Raketen oder Drohnen, bleiben den Rettungsdiensten in der Regel nur wenige Minuten Zeit, um die Bevölkerung zu warnen und die Alarmsysteme zu aktivieren.
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