In Zypern werden neue Regeln für Osterfeuer eingeführt

In Zypern werden die Sicherheitsmaßnahmen im Zusammenhang mit den traditionellen Osterfeuern – den sogenannten „Lambradjas“ – verschärft. Laut einem neuen Gesetzentwurf dürfen Feuer nun ausschließlich auf Kirchhöfen und nur mit offizieller Genehmigung des Pfarrgemeinderats und der örtlichen Behörden entzündet werden.
Anträge auf das Abbrennen ritueller Feuer müssen spätestens zehn Tage vor Ostern eingereicht werden. Die Genehmigung wird nur für die Nutzung im Voraus vorbereiteter, sicherer Flächen und zugelassener Materialien erteilt. Es ist verboten, Feuer auf Schulgeländen, Brachflächen oder in Wohngebieten zu entzünden, wo solche Aktivitäten häufig zu Bränden und Sachschäden geführt haben.
Zuwiderhandelnden droht eine Geldstrafe von bis zu 5.000 Euro oder eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren. Die neuen Maßnahmen folgen auf zahlreiche Vorfälle in den vergangenen Jahren, bei denen nicht genehmigte Feuer zu Brandstiftungen, Baumschäden und Verletzungen unter Jugendlichen führten.
Die Verantwortung für die Organisation legaler Feuer liegt bei den Pfarrgemeinderäten. Diese müssen die Anwesenheit verantwortlicher Personen sicherstellen, das Brennholz überwachen und alle Brandschutzvorschriften einhalten. Zudem beabsichtigen Polizei und Feuerwehr, vor Ostern Kontrollen durchzuführen, um unbefugte Brände zu verhindern.
Ziel der Initiative ist es, die Tradition der Osterfeier zu bewahren und gleichzeitig die Risiken für Menschen, Eigentum und Umwelt zu verringern. Die Regierung erwartet, dass die neuen Regeln vor der nächsten Ostersaison in Kraft treten.
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