Reste von drei Städten der späten Bronzezeit an der Stelle des heutigen Larnaka entdeckt
Archäologische Untersuchungen haben gezeigt, dass sich an der Stelle des heutigen Larnaka auf Zypern während der späten Bronzezeit drei Siedlungen befanden, die mit der Seefahrt und dem Kupferabbau verbunden waren. Die bekannteste ist Kition; die beiden anderen lagen südlich des Dorfes Pyla und in der Nähe der Moschee Hala Sultan Tekke.
Alle drei Städte wurden etwa zwischen 1600 und 1050 v. Chr. gegründet. Die Ausgrabungen werden von zyprischen und internationalen Archäologenteams durchgeführt. Die Funde sind im Archäologischen Museum von Larnaka ausgestellt, ein Teil soll künftig im Zypern-Museum gezeigt werden.
Die Ausgrabungen in Kition dauern seit mehr als hundert Jahren an; die ersten dokumentierten Funde stammen aus dem 18.–19. Jahrhundert. 1845 wurde eine Säule des assyrischen Königs Sargon II. entdeckt (das Original befindet sich in Berlin, eine Kopie im Archäologischen Museum von Larnaka). 1879 wurden bei der Trockenlegung von Sümpfen im Gebiet Pampoula Artefakte gefunden, die mit der Göttin Astarte in Verbindung stehen. 1929 entdeckte eine schwedische Mission einen Tempel aus der klassischen Zeit in Pampoula. In den Gebieten Katari und Pampoula wurden Überreste von Heiligtümern, Kupferwerkstätten und Textilproduktionen gefunden.
Nach den Untersuchungen verlor eine der Städte durch natürliche Prozesse den Zugang zum Meer, was im 12. Jahrhundert v. Chr. zur Migration der Bevölkerung nach Kition führte. Eine der Stätten wurde 2023 erneut untersucht, um die Hangbebauung detailliert zu analysieren.
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