Illegale touristische Apartments bleiben ein Problem: Das Gesetz erlaubt keine Vor-Ort-Kontrollen
Trotz deutlicher Fortschritte bei der Regulierung des Marktes für Selbstversorger-Apartments in den vergangenen zwei Jahren besteht das Problem illegaler Unterkünfte auf Zypern weiterhin. Dies erklärte der Generalsekretär des Verbands für touristische Selbstversorger-Apartments, Konstantinos Karakontes, in der Sendung „Μεσημέρι και Κάτι“ des Senders Sigma.
Seinen Angaben zufolge hat sich die Zahl der lizenzierten Apartments in den letzten zwei Jahren jährlich verdoppelt, was auf eine schrittweise Ordnung des Marktes hindeutet. Derzeit nähert sich die Zahl der offiziell registrierten Objekte 10.000 und stellt damit einen erheblichen Anteil aller betriebenen Apartments dar.
Gleichzeitig, so Karakontes, gibt es weiterhin Unterkünfte, die eine Registrierung im Register des stellvertretenden Tourismusministeriums vermeiden und dadurch ungleiche Wettbewerbsbedingungen schaffen.
„Das betrifft auch uns direkt. Der Verband hat wiederholt Beschwerden beim stellvertretenden Tourismusministerium über illegal betriebene Apartments eingereicht“, betonte er.
Das zentrale Problem sei weiterhin die geltende Gesetzgebung, die es Inspektoren nicht erlaube, Kontrollen vor Ort durchzuführen:
„Ein Staatsbediensteter darf nicht einfach an die Tür klopfen und eine Privatwohnung betreten – das ist gesetzlich verboten.“
Infolgedessen beschränkt sich die Kontrolle auf das, was online festgestellt werden kann, was eine wirksame Bekämpfung illegaler Aktivitäten erschwert.
Zu den Preissteigerungen erklärte der Vertreter des Verbands, dass die Unterkunftspreise im Sektor landesweit um 8–12 % gestiegen seien. Er betonte jedoch, dass dies in erster Linie auf höhere Betriebskosten wie Strom, Reinigung und andere verpflichtende Ausgaben zurückzuführen sei.
Trotz der Verteuerung bleiben Selbstversorger-Apartments insbesondere in der Sommersaison eine günstigere Unterkunftsoption und erfreuen sich weiterhin großer Nachfrage bei den Zyprioten.
Hinsichtlich der Attraktivität für Investoren wies Karakontes darauf hin, dass die Rendite von Kurzzeitvermietungen stark vom Standort abhängt. Reine Wohngebiete eigneten sich seiner Ansicht nach nicht für dieses Modell, und die Einnahmen in nicht touristischen Zonen seien deutlich geringer.
In solchen Fällen, fügte er hinzu, könne eine langfristige Vermietung die sinnvollere Wahl sein. Der Verband berate Investoren individuell unter Berücksichtigung der Besonderheiten jeder Region:
„Jede Zone hat ihren eigenen Zweck.“
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