Cyprus, Nicosia

Nikosia drückt London Unzufriedenheit über Status der britischen Stützpunkte aus

02.03.2026 / 19:40
Nachrichtenkategorie

Die Regierung Zyperns hat am Montag gegenüber Großbritannien öffentlich ihre Unzufriedenheit über das Fehlen „klarer und zeitnaher Garantien“ ausgedrückt, dass die britischen Stützpunkte auf der Insel ausschließlich für humanitäre Zwecke genutzt werden. Die Erklärung erfolgte nach dem nächtlichen Drohnenangriff auf den Stützpunkt RAF Akrotiri.

Nach einer erweiterten Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates erklärte Regierungssprecher Konstantinos Letymbiotis, dass Nikosia eindeutige Erläuterungen von London erwartet habe, insbesondere nach den Erklärungen des britischen Premierministers.

„Wir nehmen dies mit Unbehagen zur Kenntnis. Trotz der Zusicherungen gab es keine klare Präzisierung, dass die britischen Stützpunkte auf Zypern unter keinen Umständen anders als für humanitäre Zwecke genutzt werden“, betonte er.

Präsident Nikos Christodoulides informierte zudem die politischen Führer über die Entwicklung der Lage, Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung und diplomatische Kontakte.

Laut Letymbiotis erhielt Zypern in der Folge weitere Erläuterungen vom britischen Außenminister, doch die Position der Republik bleibt unverändert: Die Insel muss ihre humanitäre Rolle beibehalten.

„Unsere Botschaft ist klar — Zypern ist ein humanitäres Drehkreuz. Das ist es, was wir zeigen wollen und wofür wir seit Jahrzehnten stehen“, unterstrich er.

Die Regierung beabsichtigt, weitere diplomatische und institutionelle Schritte zu unternehmen, auch im Zusammenhang mit der mangelnden rechtzeitigen Information der Bewohner der an die Stützpunkte angrenzenden Gebiete.

Auf die Frage nach einer möglichen Überprüfung des Status der britischen Stützpunkte schloss der Sprecher keine Optionen aus.

Die Behörden betonten zudem erneut, dass die Republik Zypern nicht an militärischen Operationen beteiligt war und auch nicht beabsichtigt, sich daran zu beteiligen.

Der Nationale Sicherheitsrat setzt seine Arbeit im Dauerbetrieb fort, alle geltenden Protokolle sind aktiviert. Die Herkunft der Drohne bleibt Gegenstand der Ermittlungen.

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