Zyprisches Parlament befreit Reedereien von Zahlungen in Höhe von fast 10 Mio. €
Das zyprische Parlament hat mit Mehrheit einen Gesetzentwurf angenommen, der Reedereien von der Zahlung von Beiträgen in den Sozialsolidaritätsfonds für ausländische Seeleute befreit.
Gemäß dem neuen Gesetz gilt die Befreiung rückwirkend zum 1. Januar 2010. Es handelt sich dabei um Seeleute, die für zyprische Unternehmen außerhalb des Landes arbeiten, aber Sozialversicherungsbeiträge in der Republik Zypern leisten.
Nach Angaben des parlamentarischen Arbeitsausschusses beläuft sich das Gesamtvolumen der Beiträge in diesen Fonds seit 2010 auf etwa 9,5 Mio. €, wobei die jährlichen Zahlungen zwischen 500.000 € und 800.000 € variieren.
Damit entlastet die Verabschiedung des Gesetzes die Reedereien faktisch von Zahlungen in Höhe von fast 10 Mio. € und hebt zudem künftige jährliche Verpflichtungen auf.
Das Gesetz wurde von den Parteien DISY, DIKO, ELAM und DIPA unterstützt. Einige staatliche Stellen sprachen sich jedoch gegen die Initiative aus.
Die Oppositionspartei AKEL kritisierte die Entscheidung des Parlaments und erklärte, dass der Staat in einer Zeit wirtschaftlichen Drucks auf die Bevölkerung Großunternehmen faktisch „Millionen schenke“.
Sie könnten auch interessiert sein an:
- Polizei kontrolliert 42 E-Bikes in Nikosia – Fahrzeuge zur weiteren Überprüfung beschlagnahmt
- Unterstützungsaktionen für bedürftige Familien in Zypern vor Ostern verstärkt
- Anwohner im Bereich der Bäder der Aphrodite klagen über eine Welle von Diebstählen und Einbrüchen
- 60 Feuerwerkskörper bei 64-jährigem Fahrer in Larnaka entdeckt
- Ferngesteuerte Rettungsboje an einem Strand in Paphos eingeführt

