Zyperns Polizei setzt nach tödlichen Unfällen nicht gekennzeichnete Fahrzeuge für Straßenkontrollen ein
Die Ermittlungen zu den Ursachen von zwei verheerenden Unfällen in Frenaros und Engomi, bei denen vier junge Menschen ums Leben kamen, dauern an. Nach diesen tragischen Ereignissen hat die zyprische Polizei angekündigt, ihre Strategie für Straßenkontrollen zu ändern.

Im Rahmen der Untersuchung des Unfalls in Frenaros am vergangenen Wochenende, bei dem drei junge Menschen ums Leben kamen, prüft die Polizei verschiedene Faktoren, darunter die Geschwindigkeit des Fahrzeugs und die Angemessenheit der Straßenbeleuchtung.
In Engomi konzentrieren sich die laufenden Ermittlungen auf einen tödlichen Unfall, bei dem ein 20-jähriger griechischer Student ums Leben kam. Der Fahrer, ebenfalls ein Student, war zu diesem Zeitpunkt angeblich betrunken.
Ein Polizeisprecher bestätigte, dass beide Fahrer auf richterliche Anordnung festgenommen, verhört und anschließend bis zum Abschluss der Ermittlungen freigelassen wurden.
Angesichts dieser tragischen Vorfälle hat die zyprische Polizei beschlossen, ihr Vorgehen bei der Durchsetzung der Vorschriften auf den Straßen zu überarbeiten. Bei den Patrouillen zur Feststellung von Verkehrsverstößen werden nun nicht gekennzeichnete Fahrzeuge ohne Blinklicht oder sichtbare Polizeilogos eingesetzt.
„Nicht gekennzeichnete Fahrzeuge werden eingesetzt, um Fahrer aufzuspüren, die gefährliche Verhaltensweisen an den Tag legen, wie z. B. die Benutzung von Mobiltelefonen während der Fahrt oder das Nichtanlegen von Sicherheitsgurten“, erklärte ein Polizeivertreter.
Außerdem bereitet die Polizei Empfehlungen vor, die dem Justizministerium vorgelegt werden sollen. In diesen Vorschlägen werden strengere Strafen für bestimmte Verkehrsverstöße gefordert, um die Sicherheit im Straßenverkehr landesweit zu erhöhen.
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