Cyprus, Nicosia

Die Regierung plant sieben Entsalzungsanlagen und stellt €200 Mio. für das Wassernetz bereit

04.12.2025 / 08:23
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Landwirtschaftsministerin Maria Panayiotou erklärte am Mittwoch, dass 2025 das schlimmste Jahr hinsichtlich anhaltender Dürre seit 1901 geworden sei und dass die Prioritäten für 2026 weiterhin die Bekämpfung der Wasserknappheit und die Entwicklung von Akamas auf Zypern bleiben.

Um der Wasserknappheit entgegenzuwirken, möchte die Regierung den Schwerpunkt auf Entsalzung legen, darunter die Schaffung von mindestens sieben Entsalzungsanlagen in Limassol, Paphos und Famagusta. €200 Mio. wurden für die Modernisierung des bestehenden Netzes und den Erwerb von entsalztem Wasser bereitgestellt, wobei über €140 Mio. speziell für den Ankauf von entsalztem Wasser vorgesehen sind — der höchste Betrag dieser Art.

Registrierungsverfahren für kleine private Entsalzungsanlagen wurden vereinfacht. Lokale Bezirksorganisationen (EOA) erhielten Finanzmittel zur Verringerung des Wasserverlustes. Der Direktor der Umweltabteilung, Theodoulos Mesimeris, erklärte, dass Studien über die kumulativen Auswirkungen der Soleansammlung und die Möglichkeit ihrer Wiederverwendung durchgeführt werden.

Der Abgeordnete Charalambos Theopemptou äußerte Bedenken hinsichtlich der Sole und des Rückgangs der Fischbestände. Die Ministerin antwortete, dass strenge Vorschriften gelten und der Rückgang der Bestände eher allgemeiner Natur sei. Die Abgeordnete Savia Orphanidou erkundigte sich nach möglichen Wasserabschaltungen und der Nutzung von Cloud Seeding; Panayiotou erklärte, dass die Projekte darauf abzielen, Abschaltungen zu vermeiden, jedoch einige Berggemeinden nicht an das Netz angeschlossen werden können, wofür eine separate Untersuchung läuft.

Die stellvertretende Direktorin der Wasserressourcenbehörde, Elena Foinikkaridou, berichtete, dass 29 Gemeinden im Westen Nikosias in der zweiten Phase des Projekts der Pipeline Vasilikos–Nikosia bis 2030 angeschlossen werden sollen. Bezüglich der Cloud-Seeding-Projekte habe das Ministerium Experten aus Israel und den VAE konsultiert, deren Wirksamkeit jedoch noch nicht bestätigt sei.

Der Abgeordnete Nikos Kettiros betonte die Auswirkungen der Wasserknappheit auf Landwirte; Panayiotou erklärte, dass Landwirte im Herbst Empfehlungen zu Kulturen und Pflanzmengen erhalten hätten. Eine Überprüfung der nationalen Wasserpolitik bis 2050 ist im Gange. Die Regulierung der Nutzung von Schwimmbädern und die Möglichkeit der Verwendung von Meerwasser werden diskutiert. In Bezug auf Akamas wird innerhalb eines Monats dem Ministerrat ein Projekt für ein neues Straßennetz mit reduziertem ökologischen Fußabdruck vorgelegt; Park-Ranger werden eingestellt und Betriebsregeln entwickelt, die Fertigstellung ist für 2027 geplant.

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