Regierung treibt Gründung der zyprischen Küstenwache voran
Die zyprische Regierung beabsichtigt, eine unabhängige zyprische Küstenwache einzurichten. Ein entsprechender Vorschlag soll Anfang März 2026 dem Ministerrat vorgelegt und nach dessen Billigung als Gesetzentwurf in das Parlament eingebracht werden.
Die Entscheidung fiel nach einem ressortübergreifenden Treffen im Ministerium für Justiz und öffentliche Ordnung. Dabei wurde ein detaillierter Plan für die neue Struktur, ihr Organisationsmodell und die Phasen der Umsetzung vorgestellt. Es wird erwartet, dass das Projekt maßgeblich durch europäische Fonds finanziert wird.
Der neue Dienst wird umfassende Befugnisse zur Überwachung, Kontrolle und Durchsetzung der Gesetzgebung erhalten – von der Küstenlinie bis zu den Grenzen der ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) der Republik Zypern sowie im Such- und Rettungsgebiet.
Geplant ist die Zusammenlegung bestehender Einheiten verschiedener Ministerien, die über See- und Luftmittel verfügen, darunter die Meerespolizei, die Hubschrauberstaffel der Polizei, das Ministerium für Fischerei und Meeresforschung, der Hydrographische Dienst und weitere Strukturen.
Nach Angaben des Justizministeriums besteht das Hauptziel der Reform darin, die Koordination zu stärken und die operative Effizienz durch die Nutzung vorhandener Ressourcen zu steigern, um schnellere Reaktionszeiten bei minimalen Kosten für den Staat zu gewährleisten.
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