Mitarbeiter nach Krankenhausaufenthalt entlassen – Fall den zuständigen Behörden übergeben

Auf Zypern wurde ein Mann am ersten Tag nach seiner Rückkehr aus dem Krankenhaus entlassen, wo er wegen einer chronischen Erkrankung behandelt worden war.
Nach eigenen Angaben hatte er bei seiner Einstellung in dem Privatunternehmen vor einigen Monaten den Arbeitgeber über seine chronische Krankheit informiert und davor gewarnt, dass er gelegentlich kurzzeitige Fehlzeiten aus gesundheitlichen Gründen benötigen könnte.
Nach mehreren Krankenhausaufenthalten begann der Arbeitgeber zu fordern, die genauen Fehlzeiten im Voraus mitzuteilen, was laut dem Mitarbeiter aufgrund der unvorhersehbaren Natur der Krankheit unmöglich ist.
Anfang Januar verschlechterte sich der Zustand des Mannes drastisch, und Ärzte empfahlen eine sofortige Einweisung ins Krankenhaus. Trotzdem erschien er zur Arbeit, musste den Arbeitsplatz jedoch nach wenigen Stunden aus gesundheitlichen Gründen verlassen.
Während seines Krankenhausaufenthalts erklärte die Geschäftsleitung, man werde die Situation nach seiner Rückkehr besprechen. Doch schon am ersten Tag nach der Wiederaufnahme der Arbeit wurde dem Mitarbeiter die Beendigung des Arbeitsverhältnisses mitgeteilt. In der schriftlichen Mitteilung hieß es lediglich, seine Stelle werde nicht mehr benötigt.
Der Fall wird von der Federation of Patient Associations of Cyprus (OSAK) betreut.
Der Ehrenvorsitzende der Organisation, Marios Kouloumas, erklärte, dass solche Fälle inakzeptabel seien. Seiner Meinung nach unternehmen Menschen mit chronischen Krankheiten große Anstrengungen, um auf dem Arbeitsmarkt zu bleiben, und sollten Unterstützung erfahren, anstatt diskriminiert zu werden.
Die Organisation unterstützt den Betroffenen bei der Einreichung einer offiziellen Beschwerde zur Durchführung einer Prüfung.
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