Cyprus, Nicosia

Zyprischer Dienst für Wildschutz ruft Jäger zur Einhaltung der Jagdzonen und zum Respekt gegenüber Anwohnern auf

01.02.2026 / 18:59
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Der zyprische Dienst für Wild- und Faunaschutz erklärte, dass trotz eines Rückgangs der Zahl der Jäger die Anzahl der Beschwerden über Jagd in verbotenen Zonen hoch bleibt. Der Grund dafür ist die Verringerung der Gebiete, in denen die Jagd erlaubt ist.

Nach offiziellen Angaben bewegen sich an Jagdtagen rund 30.000 legale Jäger durch ländliche Gebiete, während dem Dienst landesweit weniger als 250 Inspektoren im Schichtbetrieb zur Verfügung stehen.

„Es ist physisch unmöglich, auf jede Beschwerde zu reagieren“, räumt der Dienst ein.

Der Leiter des Dienstes, Pantelis Hadjiyerou, teilte mit, dass jeden Mittwoch und Sonntag während aller drei Jagdsaisons — von Ende August bis Ende Februar — Beschwerden eingehen.

Er betonte, dass die Jagd eine Tradition sei, und rief zu gegenseitigem Respekt auf:

  • Jäger — nicht in der Nähe von Häusern zu schießen;
  • Anwohner — mehr Toleranz zu zeigen.

„Ja, Schüsse und bellende Hunde sind eine Belästigung. Aber mit Toleranz wird es weniger Probleme geben“, sagte er und fügte hinzu, dass Jäger keine Konflikte mit der lokalen Bevölkerung eingehen sollten.

Den Anwohnern riet er ironisch, „Wasser in den Wein zu gießen“, also die Emotionen etwas zu zügeln.

Das Waffen- und Jagdgesetz in Zypern gilt als eines der strengsten und geht auf die Zeit der britischen Herrschaft zurück.

Um eine Lizenz zu erhalten:

  • muss eine Waffenbesitzgenehmigung vorliegen;
  • darf es keine Vorstrafen wegen Gewalt, Drogen oder Sprengstoffen geben;
  • müssen Schulungen absolviert und Prüfungen bestanden werden.

Die Geldstrafe für Jagd ohne Lizenz beginnt bei 2.000 €, zuzüglich Strafen für alle Jahre ohne Verlängerung der Genehmigung.

Der Dienst stellte außerdem fest:

  • einen Rückgang der Hasen- und Rebhuhnbestände;
  • die negativen Auswirkungen des Klimawandels;
  • eine Verringerung der natürlichen Lebensräume;
  • einen Anstieg der Katzenpopulation, die als Hauptprädator der Wildfauna bezeichnet wird.

Besondere Sorge bereitet die Lage der Geier, denen es an Nahrung mangelt, sowie das Wachstum der Fuchspopulation, deren Zahl durch menschliches Füttern indirekt erhöht wird.

Bei Verdacht auf Verstöße gegen die Jagdvorschriften können die Patrouillen direkt kontaktiert werden:

  • Nikosia: 99445697
  • Limassol: 99445728
  • Famagusta: 99634325
  • Paphos: 99445679
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