Gericht in Limassol verurteilt Schüler wegen Erstellung von KI-Pornografie-Deepfakes
Das Jugendgericht von Limassol hat zwei Gymnasiasten verurteilt, die gestanden haben, pornografische Inhalte mit Hilfe von künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und verbreitet zu haben. Die Opfer waren ihre Mitschüler und einer der Lehrer.
Wie die Zeitung „Phileleftheros“ berichtet, begannen die Ermittlungen im November 2025. Die Jugendlichen nutzten spezialisierte Software, um Gesichter realer Personen auf unanständige Bilder zu projizieren. Die fertigen Dateien wurden in geschlossenen Schülergruppen verbreitet, wovon die Schulleitung und die Polizei bald erfuhren.
Das Gericht verurteilte einen der Jugendlichen zu 12 Monaten und den zweiten zu 9 Monaten Haft. Die Vollstreckung der Urteile wurde für drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt. Zudem wurden die Verurteilten zu 120 Stunden unentgeltlicher gemeinnütziger Arbeit und zur Überwachung durch den Bewährungsdienst verpflichtet.
Dies ist der zweite brisante Fall auf der Insel im Zusammenhang mit der Nutzung von KI durch Jugendliche. Zuvor, im Oktober 2024, ereignete sich ein ähnlicher Vorfall auf dem britischen Stützpunkt Dekhelia, wo ein 14-jähriger Schüler manipulierte Fotos von Mitschülerinnen verbreitete. Damals beschränkte sich das Gericht auf eine bedingte Verwarnung.
Die Behörden betonen die Bedeutung digitaler Hygiene und warnen, dass die Nutzung von KI für Mobbing und die Erstellung illegaler Inhalte trotz des Alters der Täter eine echte strafrechtliche Verantwortung nach sich zieht.
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