Zentralgefängnis überfüllt: Polizei gezwungen, Haftregeln zu ändern

In Zypern hat sich das Problem überfüllter Polizeizellen und des Zentralgefängnisses verschärft – interne Dienstunterlagen zeigen, dass die Polizei seit mehreren Monaten mit der Überlastung kämpft.
Ursprünglich verbot die Leitung, zwei Häftlinge in einer Zelle unterzubringen, doch im September wurden die Regeln geändert, sodass eine Doppelbelegung "in Extremfällen" erlaubt ist.
Der Grund: Das Zentralgefängnis ist überfüllt – es beherbergt über 1.200 Personen, mehr als die Hälfte davon Ausländer. Aufgrund des Platzmangels hat die Behörde 14 Polizeigewahrsamseinrichtungen als Gefängnisse ausgewiesen, in denen nun sowohl Verdächtige als auch Verurteilte untergebracht werden.
Die Gewerkschaft der Gefängnismitarbeiter warnt, dass auf einen Wächter etwa 30 Insassen kommen, statt der vorgesehenen 15, und der Europäische Ausschuss zur Verhütung von Folter hat bereits Besorgnis über die Haftbedingungen geäußert. Das Justizministerium verspricht, einen neuen Flügel mit 360 Plätzen zu bauen, der jedoch frühestens in zwei Jahren fertig sein wird.
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