Paphos Tourismus: Saisonalität und Verkehr bleiben zentrale Herausforderungen

Nasos Hadjigeorgiou, Geschäftsführer von ETAP Paphos, erklärte gegenüber der Cyprus News Agency, dass das Hauptproblem des Tourismussektors der Region nach wie vor die ausgeprägte Saisonalität ist, für die bisher kein umfassender und systematischer Ansatz der zuständigen Behörden entwickelt wurde.
Er bezeichnete auch das unzureichend entwickelte öffentliche Verkehrsnetz, insbesondere die Verbindungen zwischen Städten und ländlichen Gebieten, als eines der drängendsten Probleme. Seiner Meinung nach beeinträchtigt dieses Problem den Regionaltourismus seit Jahrzehnten negativ.
Weitere große Herausforderungen, die Hadjigeorgiou nannte, sind:
- Arbeitskräftemangel;
- Mangel an Wasserressourcen;
- ungleiche Qualität der touristischen Dienstleistungen;
- geringe digitale Kompetenz bei einigen Tourismusakteuren;
- hohe Betriebskosten für Unternehmen;
- Rückgang und Entvölkerung ländlicher Gebiete;
- Alterung der Hotel- und städtischen Infrastruktur, insbesondere in Binnenregionen und im Bezirk Polis Chrysochous.
Ein weiteres Problem sei die unregulierte Entwicklung von Kurzzeitvermietungen, die das Gleichgewicht und die Nachhaltigkeit des Tourismussystems beeinträchtigt.
Als Reaktion darauf entwickelt ETAP Paphos aktiv Wintertourismusprodukte im Bereich Natur, Sport, Kultur und Themenreisen.
Besonderer Fokus liegt auf digitaler Entwicklung, thematischer Spezialisierung und der Positionierung von Paphos als ganzjähriges Reiseziel. Auch die gezielte digitale Förderung von Paphos auf wichtigen Auslandsmärkten wird vorangetrieben.
Hadjigeorgiou zufolge bleibt Paphos eines der beliebtesten Ziele bei den ständigen Einwohnern Zyperns, die ein wichtiger Faktor für die regionale Nachhaltigkeit sind.
ETAP führt jährliche Kampagnen durch, um sowohl das Gesamtzielgebiet als auch einzelne Gemeinden und Routen zu fördern.
Im Rahmen dieser Strategie werden Netzwerke von Dörfern und touristischen Erlebnissen geschaffen, darunter Akamas, Laona, Pithi, Panagia, Salamiou und andere Gebiete. Wein-, Natur- und Kulturpfade werden entwickelt, thematische Festivals und Workshops veranstaltet sowie eine aktive digitale Modernisierung der ländlichen Gebiete durchgeführt.
Blick in die Zukunft: Hadjigeorgiou betont, dass Paphos seit über 15 Jahren im Rahmen einer klaren strategischen Vision entwickelt wird — zu einem hochwertigen, nachhaltigen und vielseitigen Touristenziel.
Bis 2030 soll Paphos als eines der führenden „intelligenten“, grünen und kulturellen Tourismuszentren im östlichen Mittelmeerraum etabliert werden, mit einer touristischen Saison von 11–12 Monaten pro Jahr.
Prioritäten für die kommenden Jahre:
- weitere Reduzierung der Saisonalität;
- Steigerung der Pro-Kopf-Ausgaben der Touristen;
- Abschwächung der Abwanderung in die Städte;
- Erhöhung des Touristenflusses in ländliche Gebiete;
- Verbesserung der Luftverbindungen;
- Umsetzung wichtiger Infrastrukturprojekte, einschließlich Flughafen Paphos, Marina, Straßenprojekte, Akamas-Park und Küstenschutz.
Abschließend betont Hadjigeorgiou, dass die Entwicklung von Paphos auf einem modernen Modell eines nachhaltigen, digitalen und multifunktionalen Tourismus basiert, das eng mit den lokalen Gemeinschaften verbunden ist und Paphos nicht nur heute, sondern auch langfristig wettbewerbsfähig macht.
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