Cyprus, Nicosia

Im Dorf Eleedio leben nur noch 37 Einwohner: eine Gemeinschaft am Rande des Aussterbens

09.02.2026 / 10:05
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Der schnelle Bevölkerungsrückgang ist zu einem der drängendsten Probleme geworden, mit denen das Dorf Eleedio heute konfrontiert ist. Dies erklärte der Vorsitzende des Gemeinderats, Takis Papasavvas, und beschrieb die Lage als kritisch.

Seinen Angaben zufolge leben nur 37 Menschen dauerhaft im Dorf, die meisten von ihnen arbeiten im Bauwesen, in der Landwirtschaft und im Weinbau. Der Bevölkerungsrückgang hat die grundlegende Infrastruktur geschwächt: Die Schule in Eleedio ist nicht in Betrieb, und die örtliche Kirche funktioniert nur teilweise — Gottesdienste werden von einem eingeladenen Priester gehalten.

Bezeichnend ist laut dem Gemeindevorsitzenden, dass in den letzten drei Jahren kein einziger Weihnachtsgottesdienst im Dorf stattfand, was das Ausmaß des Verfalls deutlich widerspiegelt.

Takis Papasavvas ist seit 2007 Gemeindevorsitzender und betont, dass sein Hauptziel weiterhin die Erhöhung der Einwohnerzahl ist. Im Laufe der Jahre wurden in der Gemeinde Infrastrukturprojekte umgesetzt — Stützmauern, ein Platz, ein Sportplatz und ein Aussichtspunkt wurden gebaut. Wie er jedoch betont, reichen Projekte allein nicht aus, um Menschen zurück in ländliche Gebiete zu bringen.

Ein weiteres ernstes Problem bleibt die Wohnsituation. Die Kosten für den Bau eines Hauses erreichen heute 250–300 Tausend Euro, während Banken nur ungern Kredite vergeben. Die staatliche Subvention von 50 Tausend Euro löst nach Angaben des Gemeindevorsitzenden das Problem praktisch nicht und muss überdacht werden.

Die Einwohner leiden auch unter hohen Kraftstoffpreisen, insbesondere diejenigen, die täglich nach Paphos pendeln. Zusätzliche Schwierigkeiten bereitet die Restaurierung der alten Kirche der Heiligen Irene — das Projekt stößt auf bürokratische Hindernisse durch das Antikenamt und erfordert zahlreiche Genehmigungen und Studien.

Abschließend appellierte Takis Papasavvas an den Staat, Kraftstoffzuschüsse für Bewohner ländlicher Gebiete einzuführen und betonte, dass ohne reale und praktische Unterstützung Dörfer wie Eleedio vollständig verschwinden könnten.

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