AUF ZYPERN WIRD VOR STEIGENDEN ZIGARETTENPREISEN UND SCHMUGGELRISIKO GEWARNT

Der Kioskbesitzerverband Sykade warnte das Finanzministerium vor den möglichen Folgen der Erhöhung der Tabaksteuern im Rahmen der EU-Initiative. Nach deren Schätzungen könnte der Preis für eine Packung Zigaretten von €4,50–€5 auf €7–€7,50 steigen und für Rolltabak — nahezu verdoppelt werden.
Unternehmer befürchten, dass dies den legalen Markt trifft und den Schmuggel aus dem Norden der Insel verstärkt. Laut Verband werden derzeit etwa 13% der Zigaretten und mehr als die Hälfte des Rolltabaks illegal bezogen, wobei die jährlichen Budgetverluste über €50 Mio. betragen.
Sykade erinnerte auch daran, dass etwa 50% der Einnahmen von Kiosken aus Tabakprodukten stammen und warnte vor dem Risiko neuer Geschäftsschließungen. In den letzten zehn Jahren haben rund 600 Kioske auf der Insel ihre Tätigkeit eingestellt.
Die EU erklärt derweil, dass die Reform darauf abzielt, die Raucherquote bis 2040 auf 5% zu senken und Milliarden Euro im Gesundheitswesen zu sparen. Neben herkömmlichen Zigaretten soll die Steuer erstmals auch auf elektronische Geräte, erhitzten Tabak und Nikotinpouches ausgeweitet werden.
Zypern bleibt eines der europäischen Länder mit der höchsten Raucherquote: Etwa 34% der Erwachsenen konsumieren Tabak.
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