In Nikosia wächst die Sorge vor Wasserunterbrechungen wegen geplanter Kürzungen
In Nikosia könnte es zu einem Wassermangel kommen, falls die Behörden beschließen, die Liefermengen aus den staatlichen Systemen zu reduzieren. Die Wasserversorgungsbehörde der Hauptstadt (EOA) erklärte, dass die diskutierte Kürzung um 10 % schwerwiegende Folgen für die Bevölkerung haben könnte.
Die EOA weist darauf hin, dass die Hauptstadt vollständig von der zentralisierten Wasserversorgung abhängig ist und über keine alternativen Quellen verfügt. Im Gegensatz zu anderen Regionen hat Nikosia keine eigenen Speicher oder Brunnen, die eine Reduzierung ausgleichen könnten.
Nach Angaben der Behörde könnte selbst eine relativ geringe Kürzung der Mengen zu einer zeitlich geregelten Wasserversorgung führen — mit Abschaltungen einzelner Stadtteile im Wechsel. Dies würde wiederum die Infrastruktur zusätzlich belasten und das Risiko von Störungen und Leckagen beim Wiederherstellen des Netzdrucks erhöhen.
Seitens des Wasserwirtschaftsamtes wird betont, dass es sich um präventive Maßnahmen und nicht um eine Notsituation handelt. Man hofft, dass ein freiwilliger Rückgang des Wasserverbrauchs durch die Bevölkerung harte Einschränkungen vermeiden lässt.
Die EOA zeigt sich jedoch skeptisch gegenüber diesen Erwartungen und erinnert daran, dass ähnliche Wassersparkampagnen in den vergangenen Jahren keine spürbaren Ergebnisse gebracht haben. Die Lage wird derzeit zusätzlich durch den Klimawandel, steigende Temperaturen und einen höheren Verbrauch infolge intensiver Bautätigkeit verschärft.
Die Behörde unterstreicht, dass ohne einen klaren Plan und eine gleichmäßige Verteilung der Einschränkungen vor allem die Einwohner Nikosias als Erste von Versorgungsunterbrechungen betroffen sein könnten.
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