Unvollendetes Gebäude in Nikosia nach über 10 Jahren überprüft
Der Rechnungshof von Zypern hat eine Untersuchung zu einem unvollendeten Gebäude im Zentrum von Nikosia an der Spyrou Kyprianou Avenue eingeleitet, das seit über zehn Jahren eine Baustelle ist.
Der Bau des Objekts wurde in den Jahren 2010–2011 genehmigt. Geplant war ein achtstöckiges Gebäude mit Gewerbe- und Büroräumen, doch die Arbeiten wurden nie abgeschlossen. Bis heute wurden nur die Untergeschosse und ein Metallskelett bis zum siebten Stock errichtet, wobei Teile der Konstruktion von den ursprünglich genehmigten Plänen abweichen.
Den Prüfberichten zufolge hat sich das Objekt faktisch in eine verlassene Baustelle in einem der zentralen Viertel der Hauptstadt verwandelt.
Der Rechnungshof stellt fest, dass solche Bauruinen eine visuelle Belastung darstellten, Sicherheitsrisiken bergen und benachbarte Gebiete negativ beeinflussen könnten. Trotz Umzäunung ist der Zugang zum Gelände nicht vollständig ausgeschlossen.
Kritik wurde auch an den kommunalen und regionalen Behörden geübt, die sich nach Ansicht des Amtes lediglich auf die Verlängerung von Baugenehmigungen beschränkten und keine wirksamen Maßnahmen gegen die Eigentümer ergriffen.
Vertreter der lokalen Behörden erklären die Verzögerung mit der Komplexität der Überarbeitung der Projektdokumentation und den Folgen der Wirtschaftskrise von 2013, betonen jedoch, dass die Eigentümer beabsichtigen, das Projekt nach Erhalt der erforderlichen Genehmigungen abzuschließen.
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