Cyprus, Nicosia

In Nikosia wurden zwei große Wasserreservoirs in Betrieb genommen: Wasservorrat für mehr als 36 Stunden

20.01.2026 / 10:02
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In Nikosia wurden offiziell zwei neue Wasserspeicher mit einem Fassungsvermögen von jeweils 17.200 Kubikmetern eröffnet. Die Zeremonie fand am Montag auf dem Gelände der Organisation der lokalen Selbstverwaltung des Bezirks Nikosia (EOA) unter Beteiligung des Präsidenten Zyperns, Nikos Christodoulides, statt.

Wie das Staatsoberhaupt betonte, erhöht die Umsetzung des Projekts die Wasserversorgung der Hauptstadt erheblich. Im Falle von Unterbrechungen der Wasserversorgung kann die Stadt über mehr als 36 Stunden auf Reserven zurückgreifen, was vor dem Hintergrund des Klimawandels und häufiger werdender Dürreperioden besonders wichtig ist.

Der Präsident unterstrich, dass das Projekt nicht nur für Nikosia, sondern für das gesamte Land von strategischer Bedeutung ist, da die Wassersicherheit unmittelbar mit der Widerstandsfähigkeit und Autonomie des Staates verbunden ist. Die neuen Reservoirs mit den Namen „Kleo“ und „Eratos“ stärken die Möglichkeiten zur sicheren Speicherung und Verteilung von Wasser in Gebieten mit wachsendem Bedarf erheblich. Er erinnerte daran, dass die Idee zur Errichtung dieser Reservoirs bereits vor der aktuellen Wasserkrise entstand und Teil einer umfassenderen staatlichen Strategie ist, die Folgendes umfasst:

  • Erhöhung der verfügbaren Wassermengen durch nicht traditionelle Quellen,
  • Ausbau und Modernisierung der Speicher- und Transportinfrastruktur,
  • Reduzierung des Wasserverbrauchs.

Nach Angaben des Präsidenten gehört Zypern weiterhin zu den EU-Ländern mit dem höchsten Wasserverbrauch — in einigen Regionen übersteigt er 500 Liter pro Person und Tag, was er als ungerechtfertigt bezeichnete. Ziel der Regierung ist es, den Verbrauch um mindestens 10 % zu senken.

Zu den wichtigsten Maßnahmen gehören außerdem:

  • der Einsatz mobiler und kleiner Entsalzungsanlagen,
  • der Verzicht auf die frühere Praxis, Entsalzungsanlagen bei Regenfällen abzuschalten,
  • die Inbetriebnahme mobiler Entsalzungsanlagen in Garilli und im Hafen von Limassol bis März 2026, wodurch die Produktion von entsalztem Wasser um etwa 20 % steigen soll.

Es wird erwartet, dass nach Abschluss aller geplanten Projekte rund 80 % des Wasserbedarfs des Landes durch Entsalzung gedeckt werden, auch mit Unterstützung der Vereinigten Arabischen Emirate.

Darüber hinaus plant die Regierung, im Zeitraum von 2024 bis 2030 mehr als 200 Millionen Euro in Projekte zur Wasserversorgung und zur Modernisierung der Netze zu investieren. Dies ist besonders relevant, da in einigen Regionen Wasserverluste in den Netzen bis zu 40 % betragen.

Der Leiter des Bezirks Nikosia, Konstantinos Yorkadjis, betonte ebenfalls, dass die Schaffung von Wasserreserven im Kontext der Klimakrise keine Option, sondern eine Notwendigkeit sei. Er hob hervor, dass das Ziel der Behörden darin bestehe, eine unterbrechungsfreie Wasserversorgung für Haushalte, Schulen und Unternehmen zu gewährleisten, insbesondere in den sich rasch entwickelnden Gebieten Westnikosias und Lakatamias.

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