Zahlungsbetrug in Zypern stieg im ersten Halbjahr 2025 um 30 %

Im ersten Halbjahr 2025 stieg die Zahl der betrügerischen Zahlungsvorgänge in Zypern um 30 %, während ihr Gesamtwert um 66 % zunahm. Dies geht aus einem Bericht der Zentralbank von Zypern hervor.
In den ersten sechs Monaten wurden etwa 16.000 Betrugsfälle mit einem Gesamtwert von fast 4 Mio. Euro verzeichnet. Trotz des Anstiegs liegen die Zahlen im relativen Vergleich weiterhin unter dem Durchschnitt der Eurozone.
92 % aller Fälle entfielen auf Transaktionen mit Bankkarten – etwa 15.000 Vorgänge. Dabei trat Betrug mit Kreditkarten häufiger auf als mit Debitkarten, was die Regulierungsbehörde auf höhere Limits zurückführt.
Der Gesamtschaden verteilte sich wie folgt:
- 1,9 Mio. Euro — Betrug bei Überweisungen (54 %);
- 1,6 Mio. Euro — Kartentransaktionen (45 %);
- weniger als 50.000 Euro — andere Zahlungsarten.
Der Durchschnittsbetrag einer betrügerischen Überweisung lag bei 5.472 Euro – einer der höchsten Werte in der EU.
Fast der gesamte Kartenbetrug fand online statt:
- 97 % der Fälle — Internetzahlungen,
- nur 3 % — an physischen Verkaufsstellen.
Zudem wird darauf hingewiesen, dass grenzüberschreitende Transaktionen deutlich anfälliger sind: Das Betrugsrisiko bei internationalen Kartenzahlungen war 24-mal höher.
Die Zentralbank betonte die Wirksamkeit der starken Kundenauthentifizierung (SCA). Zahlungen, die über SCA bestätigt wurden, weisen eine dreimal niedrigere Betrugsrate auf als unbestätigte Transaktionen.
Darüber hinaus wurde im Oktober 2025 in der EU das System zur Überprüfung des Zahlungsempfängers (Verification of Payee) verpflichtend, was die Risiken bei Banküberweisungen weiter senken soll.
Die Zentralbank stellte fest, dass Betrugsmaschen immer komplexer werden, wobei der menschliche Faktor die entscheidende Schwachstelle bleibt. Die Behörde forderte die Banken auf, in Sicherheitstechnologien zu investieren, und riet den Bürgern, ihre Finanzkompetenz zu stärken.
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