Cyprus, Nicosia

Die Behörden Zyperns werden die Wasserversorgung von Golfclubs aus staatlichen Stauseen vollständig einstellen

07.02.2026 / 10:36
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Das zyprische Wasserentwicklungsamt (WDD) erklärte, dass Wasser nicht länger als garantierte und kostenlose Ressource betrachtet werden könne. Im Rahmen einer langfristigen Strategie wird die Versorgung aller Golfplätze auf der Insel mit Wasser aus staatlichen Stauseen bis Mai 2026 vollständig eingestellt.

Die Entscheidung wird im Rahmen einer seit 2005 geltenden Politik umgesetzt, deren Ziel es ist, Golfclubs auf autonome Wasserversorgungsquellen umzustellen und die Belastung von Staudämmen und Grundwasser zu verringern.

Eine Reihe großer Anlagen ist bereits auf alternative Quellen umgestiegen. Die Golfplätze Minthis Hills, Elea Estate und Limassol Greens nutzen aufbereitetes Abwasser oder entsalztes Wasser. Aphrodite Hills und Secret Valley im Raum Paphos befinden sich in der Endphase der Abkopplung vom Asprokremmos-Stausee.

Nach der „grünen“ Steuerreform von 2025 wurden auch die Tarife für Golfclubs erhöht. Die Kosten für Wasser aus staatlichen Systemen stiegen von €0,36 auf €0,42 pro Kubikmeter, während die Umwelt- und Ressourcenabgabe sich vervierfachte — von €0,02 auf €0,08 pro Kubikmeter.

Gleichzeitig bleiben die Tarife für die Landwirtschaft auf einem Mindestniveau. Landwirte, die private Brunnen nutzen, zahlen €0,01 pro Kubikmeter Wasser, bei Anschluss an staatliche Systeme €0,17 pro Kubikmeter.

Das WDD betont, dass diese Maßnahmen nicht unmittelbar mit der aktuellen Dürre zusammenhängen. Sie basieren auf der Gesetzgebung von 2017, die auf den Schutz der Grundwasserressourcen und die Einhaltung der gesamteuropäischen Preispolitik abzielt.

Das Amt äußerte sich zudem zu Beschwerden über hohe Wasserrechnungen und stellte fest, dass diese in erster Linie auf große Wasserentnahmemengen und nicht auf Tarifsteigerungen zurückzuführen sind. Obwohl die entsprechenden Vorschriften bereits 2017 verabschiedet wurden, begann ihre praktische Anwendung für Brunnenbesitzer erst 2020 — nach der Beseitigung technischer und administrativer Schwierigkeiten.

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