Cyprus, Nicosia

Juristen fordern Ende der britischen Souveränität über die Stützpunkte Akrotiri und Dekelia

14.03.2026 / 14:51
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Die Europäische Vereinigung von Juristinnen und Juristen für Demokratie und Menschenrechte in der Welt und die Vereinigung demokratischer Juristen Zyperns haben dazu aufgerufen, die britischen Ansprüche auf die Gebiete der Militärstützpunkte Akrotiri und Dekelia auf Zypern zu beenden.

In einer gemeinsamen Erklärung bezeichneten die Organisationen diese Stützpunkte als „koloniales Überbleibsel und Verletzung der Souveränität des zyprischen Volkes“ und betonten, dass Zypern mehr als 60 Jahre nach der Erlangung der Unabhängigkeit teilweise dekolonisiert bleibe.

Ihrer Meinung nach wurde die Stationierung der Stützpunkte 1960 als Bedingung für die Unabhängigkeit von Großbritannien aufgezwungen, was es London ermöglichte, die Kontrolle über einen Teil des Inselterritoriums für militärische und strategische Zwecke zu behalten.

Die Juristen fechten zudem die Position Großbritanniens an, wonach Akrotiri und Dekelia britisches Hoheitsgebiet seien. Sie erklären, dass dieses Abkommen unter Druck zustande kam und nicht als Ergebnis einer freien Zustimmung betrachtet werden kann.

In der Erklärung wird darauf hingewiesen, dass das Völkerrecht, einschließlich der Resolution der UN-Generalversammlung zur Entkolonialisierung, die Teilung des Territoriums einer Kolonie während des Prozesses der Erlangung der Unabhängigkeit verbietet.

Die Organisationen warnten zudem davor, dass die Nutzung der Stützpunkte für Militäroperationen von Drittstaaten Zypern in internationale Konflikte hineinziehen und seine territoriale Sicherheit gefährden könnte.

Die Juristen forderten die zyprischen Behörden auf, die Frage auf internationaler Ebene zur Sprache zu bringen, eine vollständige Dekolonisierung der Insel zu erreichen sowie ein Ende der britischen Ansprüche auf die Gebiete der Stützpunkte und deren Rückgabe an Zypern zu fordern.

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