Die erste Bauphase des Migrationszentrums Limnes ist abgeschlossen

Die erste Bauphase des Migrationszentrums Limnes ist abgeschlossen. Dies teilte der zyprische Verkehrsminister Alexis Vafeadis während eines Besuchs der Anlage am Freitag mit.
Nach Angaben des Ministers ist das Zentrum Limnes zusammen mit der dazugehörigen Infrastruktur ein Schlüsselelement der staatlichen Migrationspolitik. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 85 Millionen Euro, womit es zu den derzeit größten staatlichen Projekten in Zypern zählt.
Der Bau begann im August 2023 und verläuft, wie Vafeadis betonte, gemäß dem aktualisierten Zeitplan.
- Die zweite Phase soll im April abgeschlossen werden,
- die finale Phase — im September 2026.
Die erste Phase ist bereits in Betrieb genommen worden, allerdings bislang mit begrenzter Kapazität. Das Zentrum ist personell ausgestattet, eine Verwaltungsstruktur wurde geschaffen, und eine kleine Zahl von Migranten ist bereits untergebracht. Nach Abschluss der nächsten Phasen wird die Kapazität deutlich erhöht, und bis September soll die Einrichtung vollständig in Betrieb gehen.
Während des Besuchs des Ministers wurde Kritik von der Vorsitzenden der Gemeinde Anglisaides, Elena Sakkada, geäußert. Sie erklärte, sie sei nicht im Voraus über den Besuch informiert worden und habe davon aus den sozialen Netzwerken erfahren. Ihren Angaben zufolge waren den Einwohnern zuvor Ausgleichsprojekte zugesagt worden, die jedoch bislang nicht umgesetzt wurden.
Der Minister erwiderte, dass Ausgleichsmaßnahmen nicht in die Zuständigkeit des Verkehrsministeriums fallen, versprach jedoch, die Gründe für die Verzögerungen zu prüfen und Sicherheitsfragen bei den zuständigen Behörden anzusprechen.
Nach vollständiger Fertigstellung wird das Zentrum Limnes rund 1.800 Menschen aufnehmen können:
- etwa 800 Plätze sind für Migranten vorgesehen, die eine endgültige Ablehnung ihres Asylantrags erhalten haben und auf Repatriierung oder freiwillige Rückkehr warten;
- weitere 1.000 Plätze — für Personen, deren Anträge in erster Instanz abgelehnt wurden.
Auf dem Gelände des Zentrums sind gemeinsame Servicebereiche, Sport- und Religionsräume, Erholungszonen, Gärten, ein Kinderspielplatz und Parkplätze vorgesehen.
Das Projekt wird aus dem Staatshaushalt sowie aus Mitteln des EU-Asyl- und Migrationsfonds finanziert. Nach Angaben des Ministers ist die Schaffung einer solchen Infrastruktur ein praktischer Schritt hin zu einer effizienteren Steuerung der Migrationsprozesse im Land.
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