Cyprus, Nicosia

Botanisches Paradies: Die frühesten Wildblumen der Insel — Anemonen

Aktualisiert: 1 monat vor

Der Frühling ist die beste Jahreszeit auf Zypern, um die schönen und unberührten Landschaften zu genießen. Die Flora Zyperns zu dieser Jahreszeit ist ein Paradies für Botaniker und all jene, die Fotografie oder Malerei lieben. Auf der Insel gibt es fast 2000 Wildblumenarten, von denen 140 endemisch sind. Angesichts der Tatsache, dass die Gesamtzahl der Wildblumenarten in Europa und im Mittelmeerraum 2900 nicht übersteigt, ist Zypern ein wahres Blumen- und Kräuterparadies.

Anemonen (am häufigsten Anemone coronaria) erscheinen nach den ersten anhaltenden Regenfällen und blühen in der kühlen Jahreszeit: in den meisten Gebieten von Dezember–Januar bis April, im Halbschatten und in höheren Lagen manchmal auch länger. Am einfachsten sieht man sie auf offenen Feldern – zum Beispiel im Athalassa-Park (Nikosia), am Fuß der Berge mit winterlichem Grün sowie auf der Akamas-Halbinsel.

Welche Anemonenarten es gibt

Das Wort „Anemone“ fasst viele Arten zusammen. In der Republik Zypern ist damit meist die Kronen-Anemone (Anemone coronaria) gemeint: Sie ist es, die die leuchtenden „Teppiche“ aus roten, weißen, lilafarbenen und blauen Blüten bildet.

Für die Praxis ist es hilfreich, Anemonen wie folgt zu unterteilen:

  • Mediterrane Knollen-Anemonen (einschließlich Anemone coronaria) – geeignet für Beete, Töpfe und als Schnittblumen; sie sind in der kühlen Jahreszeit aktiv.
  • Wald-Anemonen/Bodendecker – bevorzugen meist Halbschatten und feuchtere Böden; in der Republik Zypern werden sie in der Regel an geschützten Stellen gepflanzt (ohne Überhitzung und Austrocknung).
  • Herbst-Anemonen (japanische Arten und Hybriden) – blühen später, vertragen aber heiße, trockene Sommer ohne regelmäßiges Gießen und Mulchen schlechter.

Wann Anemonen in der Republik Zypern blühen

Im Klima der Republik Zypern „erwachen“ Anemonen nach den ersten beständigen Regenfällen: Sie bilden in der Kühle Blätter aus und blühen von Winter bis Frühling. Der Höhepunkt hängt vom Wetter des jeweiligen Jahres, der Höhe über dem Meeresspiegel und der Sonneneinstrahlung ab: An sonnigen, offenen Stellen verblühen sie schneller, im Halbschatten halten sie sich länger.

Zeitraum Was passiert Anmerkung
November – Dezember Beginn des Grünwachstums Nach den Regenfällen, bei kühlen Nächten
Dezember – April Blütezeit Die Termine variieren je nach Jahr und Region
April – Mai Ende der Blüte, Samenreife In der Sonne verblühen sie schneller
Mai – September Ruhephase Bei Hitze verschwindet der oberirdische Teil meist

Wo man Anemonen in der Natur sehen kann

Anemonen kommen in verschiedenen Teilen der Republik Zypern vor, besonders dort, wo im Winter und Frühling eine grüne Pflanzendecke erhalten bleibt: offene Felder, Waldränder, felsige Hänge und Gebiete mit nicht ausgetrocknetem Boden. Oft sieht man sie auf winterlichen Wanderrouten in Naturschutzgebieten (z. B. auf der Akamas-Halbinsel), im Troodos-Gebirge sowie entlang von Landstraßen und auf unbewirtschafteten Flächen nach den Regenfällen.

Wenn Sie eine Reise speziell „wegen der Blumen“ planen und Ihren Spaziergang mit lokalem Kontext (Routen, Aussichtspunkte, sichere Halteplätze) bereichern möchten, kann es praktisch sein, Exkursionen und geführte Touren in Betracht zu ziehen: Tripster oder Sputnik8.

Um möglichst viele Blumen zu sehen, planen Sie Ihre Ausflüge für die Zeit nach regenreichen Wochen: In der kühlen Jahreszeit ist das „Zeitfenster“ der Blüte größer als im Frühjahr unter der heißen Sonne.

Weitere Früh- und Frühlingsblüher in der Republik Zypern

  • Zyprisches Alpenveilchen (Cyclamen cyprium) – blüht meist im Herbst und Frühwinter, liebt schattige und feuchtere Plätze.

  • Affodill (Asphodelus) – auffällige hohe „Kerzen“; einzelne Arten können ab Ende des Winters und im Frühjahr blühen (je nach Art).

  • Narzissen (Wildarten) – erscheinen im Winter und Vorfrühling nach den Regenfällen.

  • Krokusse – frühe Blumen der kühlen Jahreszeit, eher in kühleren Regionen und in höheren Lagen zu finden.

  • Muscari (Traubenhyazinthen) – kleine blaue „Bürsten“; in der Natur oft im Frühling zu sehen, häufig in der Nähe anderer Wildpflanzen.

  • Wildtulpen (z. B. Tulipa agenensis) – kurze Frühlingsblüte, meist im März oder April, je nach Wetterlage.

„Zypern-Orchidee“: Ragwurzen (Ophrys)

Mit der „Zypern-Orchidee“ sind oft endemische (d. h. in der Natur nur auf der Insel vorkommende) Arten der Ragwurzen aus der Gattung Ophrys gemeint. Die bekannteste ist Ophrys kotschyi: Ihre Blüte ist so beschaffen, dass sie Bestäuberinsekten durch „Täuschung“ (in Form und Geruch) anlockt.

In der Republik Zypern erscheinen solche Orchideen normalerweise im späten Winter und Frühling (Orientierungshilfe: Februar bis April) an sonnigen Hängen und auf Kalkböden. Dies sind seltene Pflanzen: Man sollte sie weder berühren noch pflücken – beobachten und fotografieren Sie diese am besten vom Weg aus.

Blumen betrachten, ohne der Natur zu schaden

  • Bleiben Sie auf den Wegen und treten Sie nicht in die „Blumenteppiche“: Das Niedertreten verringert die Chancen der Pflanzen auf Samenbildung erheblich.
  • Pflücken oder graben Sie auf keinen Fall Wildpflanzen aus: Viele Arten stehen unter Schutz, und das Ausgraben zerstört die Pflanze fast immer.
  • Wenn Sie eine Route planen und sich auf Karten/Navigation verlassen, ist es ratsam, vorab sicherzustellen, dass die Internetverbindung stabil ist; manchmal hilft eine eSIM, zum Beispiel von Drimsim.
  • Für längere Wanderungen und Reisen ziehen es manche vor, vorab eine Reiseversicherung abzuschließen; Optionen lassen sich beispielsweise über Tripinsurance vergleichen.
  • Wenn Sie den „Strauß-Effekt“ zu Hause haben möchten, ist es sicherer, Knollen oder Zwiebeln im Gartenfachhandel zu kaufen, anstatt Pflanzen aus der Natur zu entnehmen.

Glossar

  • Geophyt – eine Pflanze, die die ungünstige Jahreszeit als unterirdisches Organ (Knolle/Zwiebel/Rhizom) überdauert, während der oberirdische Teil verschwinden kann.
  • Knolle – ein verdicktes unterirdisches Speicherorgan, aus dem die Pflanze in der Wachstumsperiode austreibt (bei Knollen-Anemonen).
  • Endemit – eine Art, die in der Natur nur in einer begrenzten Region vorkommt (zum Beispiel nur auf einer Insel).
  • Ruhephase – Phase im Lebenszyklus, in der die Pflanze das aktive Wachstum einstellt; bei vielen mediterranen Arten fällt diese in den heißen Sommer.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wann ist die beste Zeit, um Anemonen in der Republik Zypern zu sehen?

Ein praktischer Zeitraum ist von Januar bis März, in manchen Jahren und Regionen auch von Dezember bis April. Nach regenreichen Wochen gibt es meist deutlich mehr Blumen.

Wo ist die Chance am größten, Anemonen-„Felder“ zu sehen?

Auf offenen Flächen mit winterlichem Grün: Felder, Waldränder, unbewirtschaftetes Land, felsige Hänge. Oft findet man gute Stellen auf Wanderwegen in Naturgebieten (einschließlich der Akamas-Halbinsel) und entlang von Landstraßen.

Kann man Anemonen aus der Natur in den eigenen Garten umpflanzen?

Das wird nicht empfohlen: Das Ausgraben beschädigt die Pflanze fast immer, zudem können viele Wildarten geschützt sein. Für den Garten ist es besser, Knollen aus dem Gartenfachhandel zu verwenden.

Warum „verschwinden“ Anemonen im Sommer?

Für viele mediterrane Geophyten ist der Sommer eine Ruhephase: Der oberirdische Teil stirbt ab, und die Knolle bleibt bis zur nächsten kühlen Jahreszeit im Boden.

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